Kusel März-Programm im Kinett startet mit Hot Garbage aus Kanada
Los geht es am Samstag, 4. März, mit der kanadischen Band Hot Garbage. Und der Name ist diesmal nicht Programm. Die vierköpfige Formation aus Toronto/Ontario verschmilzt die Stile in „einzigartiger Klanggießerei“, kündigen sie an. Zwischen glänzend metallischen Melodien, den schroffen Rhythmen des Krautrock, einer hübschen Post-Punk-Legierung und dem leichten Gewicht des Neo-Psychedelia holen die vier Kanadier eine ansehnliche Masse aus ihrer Klangschmiede. Das alles stopften sie in ihre deftige Debütplatte „Easy Believer“ (2020). Und die werden Alessandro Carlevaris, Juliana Carlevaris, Dylan Gamble und Markus Heneines im Kinett auf die Ohren hauen.
Weiter geht es im Kinett am Freitag, 17. März, mit dem Hedvig Mollestad Trio. Die drei norwegischen Musiker konnten sich nicht entscheiden: Jazz oder Rock? Stoner-Swing? Oder vielleicht Doom-Jazz? Tatsächlich gibt es keine passende Genre-Bezeichnung für die „bezaubernde, kompromisslose und einfühlsame Musik“, so die Selbstbeschreibung, der Skandinavier. Am ehesten würde vielleicht noch die Bezeichnung „Jazz Sabbath“ passen. Denn hier kommt die Soundgewalt von Black Sabbath und Jimi Hendrix mit der Feinheit von John Coltrane und zeitgenössischer Jazz- und Metal-Musik zusammen. Seit der Gründung im Jahr 2009 sahnen Hedvig Mollestad Thomassen und seine Kollegen mit dieser Klang-Mixtur Preise ab und haben viele Fans gefunden. Im Kinett stellen sie unter anderem Songs aus ihrem sechsten Album „Smells Funny“ vor.
Die dritte Runde im Kinett findet am Sonntag, 19. März, statt. Und zwar mit Black Market Karma. Diese Band aus dem Vereinten Königreich lässt sich unter dem Psychedelic Rock-Label einordnen. Ihr Sound wirbelt sich farbenfroh durch die Gitarren- und Popmusik der wilden 1960er Jahre – dicht gefüllt mit „Aromen von Psychedelia, Fuzzed-Out-Tönen und betrunkenen Grooves“, wird versprochen. Doch zwischen den Psychedelia-Vibes brodeln auch Folk, Blues, traditionelle indische Musik, Hip-Hop und Lo Fi Electronica. Damit haben die Londoner zehn volle Alben geschaffen – alle vom Bandleader und Multiinstrumentalisten Stanley Belton geschrieben, aufgenommen und produziert. Doch mit den Kollegen im Rücken geht die Psychedelia-Maschine erst richtig ab.
Das März-Finale im Kinett bestreiten am Dienstag, 21. März, die Jungs von The Third Sound. Nachdem sie ihre Show in Kusel 2021 absagen mussten, wird nun im Kinett mächtig aufgeholt. Und dann werden die Berliner Musiker auch sicherlich ihr fünftes Album „First Light“ präsentieren. Ihre „hypnotische Mischung aus Neo-Psychedelia, Post-Punk und New Wave“ wurde von dem isländischen Musiker Hákon Aðalsteinsson kreiert – eine Koryphäe im europäischen Psych-Underground. Robin Hughes (Gitarre/Orgel), Fred Sunesen (Schlagzeug) und Andreas Miranda (Bass) machen den „dritten Sound“ komplett. Damit wäre das März-Programm im Kinett zwar beendet. Aber wie heißt es so schön: Nach der Show ist vor der Show. Und die wird im April sicherlich bunt.
Los geht es dann gleich am 1. April ab 14 Uhr mit einer neuen Initiative: der ersten „Kusel Guitar Show“ mit jeder Menge ungewöhnlicher und Vintage-Gitarren, Verstärkern und Effektgeräten, „nerdigem Gear Talk“ sowie Speis und Trank, kündigt Veranstalter Andreas Becker an. Außerdem wolle das Kinett-Team einen Musikerflohmarkt etablieren. Infos und Voranmeldung dazu gibt es bereits jetzt unter info@kinett-kusel.de oder 0177 7417803.