Schönenberg-Kübelberg / Kusel
Lions und Rotary Club legen neues Waldstück an
Für junge Bäumchen war das nasse Wetter ideal – da mussten die Helfer mit leichtem Regen und durchnässter Kleidung leben. Immerhin war die Trockenheit im vergangenen Jahr – neben Corona – ein Grund, die Pflanzaktion zu verschieben. Nun also am Samstag. 300 Bäumchen warteten darauf, in die Erde gesetzt zu werden.
Für die Aktion hatte das Forstamt eine 3000 Quadratmeter große Fläche am alten Schwimmbad im Bruchwald ausgesucht. Die Trockenheit hatte die vorher dort stehenden Fichten „so gestresst“, erklärte Försterin Sophie Nöcker, dass sie dem Borkenkäfer ein leichtes Opfer gewesen seien. Sie hatte die Pflanzaktion mit Manuel Meder organisiert. Nun soll ein Eichenwaldstück entstehen. „In 200 Jahren werden hier einmal stattliche Eichen stehen“, sagte Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel.
25 Eichen je Klumpen
Doch noch müssen die Bäumchen geschützt werden. Um Wildverbiss zu verhindern, hatte Revierförster Werner Schramm einen Holzzaun errichten lassen. Der werde nach Jahren witterungsbedingt zerfallen, dann seien die Bäume aber groß genug, um nicht dauerhaft von Rehen beschädigt zu werden, erklärte Kleinhempel.
Bei der Anordnung der Bäume wurde das Prinzip der Klumpenpflanzung angewendet: Ein Klumpen besteht aus 25 Eichen, die von zwölf Lindenbäumen umringt werden. Die Setzlinge haben jeweils ein Abstand von 1,5 Metern. Geplant ist, dass sich in jedem der neuen acht Klumpen eine Eiche durchsetzen wird. Die Natur soll dann dafür sorgen, dass auch andere Baumarten im Mischwald wachsen.
Führungen für Schüler
Nöcker erklärte den Lions-Club-Mitgliedern und Rotariern, wie ein Setzling gepflanzt wird: Der erste Spatenstich erfolgt mit Holzstiel zum Körper. Der zweite Spatenstich ist ein schräg geführter Gegenstich. Dann wird der Erdpfropf herausgehoben. Das Pflanzloch wird anschließend vergrößert, danach die Pflanze in die Mitte des Loches gestellt und die Wurzeln lockerer mit Erde umfüllt. Zum Schluss wird die Erde festgeklopft. Nach weniger als zwei Stunden war die Arbeit getan. Da die Ortsgemeinde Schönenberg-Kübelberg von der Pflanzung im Gemeindewald profitiert, packte auch Ortsbürgermeister Thomas Wolf mit an.
Das Waldstück soll auch weiterhin von Helfern gepflegt werden: In den nächsten Jahren muss immer wieder Gebüsch weggeschnitten werden, damit die kleinen Bäumchen auch genügend Licht haben, um sich entwickeln zu können. Laut Rotarier Friedrich Beck ist geplant, Führungen mit Schülern zu dem Waldstück zu organisieren, und ihnen die Natur und speziell die Funktion des Waldes näherzubringen. Die Pflanzung unterstützten die beiden Clubs nicht nur mit ihrer Arbeit, sondern auch mit jeweils 1000 Euro.