Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Lauterecken: Stadtsanierung soll weitergehen

Für das Haus Busch sind nun fast alle Arbeiten vergeben.
Für das Haus Busch sind nun fast alle Arbeiten vergeben.

Der Stadtrat von Lauterecken will das Sanierungsgebiet fortschreiben und eine Bewerbung ans Ministerium schicken. Außerdem wurden zahlreiche Arbeiten am Haus Busch vergeben und Zustimmung erteilt, im Dienstleistungszentrum einen Klassensaal für die Grundschule einzurichten.

Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis umriss die wichtigsten Punkte der Stadtsanierung. Eigentümer sollen aktiv angesprochen werden, dass sie durch Abschreibungen und Zuschüsse Anreize zum Sanieren bekommen. Die Flüsse sollen erlebbar gemacht werden und die Stadt begrünt. Schlüsselprojekt ist das frühere Lony-Gebäude. Die Kosten, die beispielsweise auch eine bessere Beschilderung beinhalten, liegen aktuell bei 485.000 Euro.

Helmut Dahlmanns, Leiter der Abteilung Natürliche Lebensgrundlagen bei der Verbandsgemeindeverwaltung, erklärte, dass es sich um eine Bewerbung für das Ministerium handele, um „die Maschinerie“ in Gang zu setzen. Erst wenn das Ministerium positiv beschieden habe, werde es ernst. Dann folgten vorbereitende Untersuchungen und ein richtiger Maßnahmenkatalog. Das genaue Sanierungsgebiet wird erst dann genau festgelegt, denn aktuell sind beispielsweise der Kerweplatz oder das Turnerheim noch nicht enthalten. Die Bürgermeisterin hofft auf den Zuschlag, dann werde genauer beratschlagt und auch Bürgerideen eingeholt.

Fünf Aufträge vergeben

Für fünf Gewerke am Haus Busch wurden die Auftragsvergaben einstimmig erteilt. Für die Malerarbeiten lagen fünf Angebote vor. Das günstigste Angebot der Firma Amrock, Frankfurt, lag bei 20.210 Euro. Veranschlagt waren dafür Kosten in Höhe von 25.600 Euro. Ebenfalls im Kostenrahmen lagen die Bodenbelagsarbeiten. Von acht Bietern erhielt die Firma IF Systembau, Bad Hersfeld, für 6521 Euro – der Kostenanschlag lag bei 9300 Euro – den Zuschlag. Das Angebot der Firma Allenbacher, Homberg, für Elektroarbeiten lag bei 60.095 Euro und damit rund 3700 Euro günstiger als veranschlagt. Einzig die Heizungs- und Sanitärtechnikarbeiten der Firma Wolf, Waldmohr, waren mit 49.100 und 68.400 Euro teurer als geplant. Da die anderen Gewerke unter den Kostenschätzungen liegen, gilt die Finanzierung als gesichert. Somit sind mit Ausnahme der Lüftungstechnik die Arbeiten am Haus Busch vergeben, erklärte Stadtplaner Peter Cappel.

Grundschule braucht Platz

Die Grundschule Lauterecken wird ab dem kommenden Schuljahr eine weitere Klasse bilden müssen. Momentan gibt es neun Klassen, für eine zehnte gibt es keine Kapazitäten, auch nicht in der benachbarten Janusz-Korczak-Schule. Solange das neue Mensagebäude, in dem es auch Klassensäle gibt, nicht fertiggestellt ist, muss eine Alternative gefunden werden. Im Stadthaus wäre ein Klassensaal problematisch, berichtete Steinhauer-Theis. Da das Dienstleistungszentrum bereits als Mensa von der Grundschule genutzt wird und der Raum geeignet wäre, gab der Stadtrat grundsätzlich sein Einverständnis zur Vermietung. Alternativ hätten die Schüler in einem Container unterrichtet werden müssen. Falls die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) ihre Zustimmung erteilt, werden Preisverhandlungen stattfinden.

Das Dienstleistungszentrum nutzen aktuell drei Vereine. Die Landfrauen werden in die Janusz-Korczak-Schule ausweichen, die Arbeiterwohlfahrt ins Schloss. Der sehr aktive Schachclub, der freitagabends und an Wochenenden den Saal benötigt, könnte darin verbleiben, signalisierte die ADD.

Weitere Themen

  • Steinhauer-Theis hatte am Sitzungstag die Endabrechnung für das Schloss erhalten. Die veranschlagten zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 2,225 Millionen wurden sogar etwas unterschritten, sie lagen bei 2,159 Millionen Euro.
  • Voran geht es mit der Sanierung der Lautertalstraße. Dort werden aktuell alle Beteiligten angeschrieben, sodass bis Mitte des Jahres die Ausschreibung erfolgen sollte.
  • Bürger Peter Groß erkundigte sich, wo genau die Parkplätze für die Mieter und Pächter des Hauses Busch vorgesehen sind. Eine Antwort war ad hoc nicht möglich, dies soll jedoch bald geklärt werden.
  • Die VG plant die Aufstockung eines Gebäudes der Kläranlage. Da diese auf Lauterecker Gemarkung liegt, musste die Stadt ihr Einvernehmen erteilen.
  • Zehn Linden am Bahnhof wurden während der Ferien für 9510 Euro geschnitten.
  • Lauterecken hat sich für das Projekt „KuLaDig“ beworben. Damit werden Sehenswürdigkeiten digital erfasst und multimedial aufbereitet. Die Maßnahme wird mit 1000 Euro gefördert und soll der Aufwertung der Stadt dienen.

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