Lauterecken / Schönenberg-Kübelberg Kreis erhält Millionenbeträge für energetische Sanierung zweier Schulen
„Endlich“, sagt Stefan Weber, der Schulleiter des Lauterecker Veldenz-Gymnasiums, im RHEINPFALZ-Gespräch. „Darauf haben wir lange gewartet.“ In der Schule ziehe es an allen Ecken und Enden – und dabei gehe sehr viel Energie verloren. Nun fließen rund 3,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für eine energetische Sanierung der Schule, aufgestockt mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz. Vier Millionen Euro kommen der IGS Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr zugute, an deren Standort Schönenberg-Kübelberg ebenfalls Maßnahmen zugunsten der Energieeffizienz ergriffen werden.
„Im Prinzip wird an beiden Orten die komplette Gebäudehülle saniert“, sagt Hans-Georg Barth. Er ist Mitarbeiter des Referats Zentrales Grundstücks- und Gebäudemanagement bei der Kreisverwaltung und fungiert als leitender Planer. Seinen Beratungsberichten zu den beiden Gebäuden ist zu entnehmen, dass vieles an der jeweiligen Hülle nicht mehr den heutigen Standards entspricht. Das bedeute „einen hohen Wärmeverlust und somit zusätzliche Kosten“. An beiden Schulen sollen nun die Außenwände, das Flachdach sowie die Kellerdecke gedämmt, zudem die Fenster und Außentüren ausgetauscht werden. Sowohl in Lauterecken als auch in Schönenberg-Kübelberg wird außerdem ein sommerlicher Wärmeschutz verbaut.
„Richtig gemerkt, wie Wärme entzogen wurde“
Auch Uwe Steinberg, Schulleiter der IGS Schönenberg-Kübelberg/Waldmohr, begrüßt die anstehenden Maßnahmen: „Das Gebäude muss energetisch saniert werden. Ich habe in meinem Büro das Fenster im Rücken und an manch kalten Tagen habe ich richtig gemerkt, wie dem Raum die Wärme entzogen wurde.“
Nach den Ausführungen in den Energieberatungsberichten reduziert sich der Endenergiebedarf durch die Maßnahmen in Lauterecken um 86 Prozent, in Schönenberg-Kübelberg sogar um 91 Prozent. Am Freitag übergab Katrin Eder, rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin, dem Ersten Kreisbeigeordneten Johannes Huber die Förderbescheide. Der Kreis ist Träger der beiden Schulen.