Lauterecken-Wolfstein Kommunaler Klimapakt: Ziele definiert und für Beitritt entschieden
Die Verbandsgemeinde ist für den Kommunalen Klimapakt (KKP) der relevante Akteur. Die Ortsgemeinden, die sich fürs Mitmachen entscheiden, sind über die VG dabei. Für den Beitritt sind fünf Maßnahmen und Ziele für den Klimaschutz zu nennen. Das sind für die VG Lauterecken-Wolfsein: langfristige Verstetigung des Klimaschutzmanagements, Einführung eines Energiemanagements für kommunale Liegenschaften, Sanierung kommunaler Liegenschaften, Elektrifizierung des Fuhrparks und Ausbau der Ladeinfrastruktur, Ausbau von Nahwärme.
Die Verbandsgemeinde habe inzwischen zwei Elektroautos, informierte Bürgermeister Andreas Müller. „Wir werden Ladestationen für Fahrzeuge und Räder aufstellen, Photovoltaik auf öffentliche Gebäude legen“, kündigte er an. Als Maßnahmen für die Klimafolgenanpassung werden in der KKP-Beitrittserklärung diese genannt: Erstellung Hochwasserschutzkonzept, klimaangepasstes Waldmanagement. Bei dem Landesprogramm geht es vor allem um Beratungsleistungen – was getan und wie es finanziert werden kann, Lotsenhilfe im Förderdschungel.
Fördermittel pro Kopf berechnet
Im Verbandsgemeinderat wurde wie in Gemeinderatssitzungen zuvor die Sorge geäußert, da in ein nicht passendes Schema reingepresst zu werden und an etwas gebunden zu werden, was man gar nicht wolle. Klimaschutzmanager Frederik Staudt betonte, es werde keine Konsequenzen geben, wenn Maßnahmen aus guten Gründen nicht umgesetzt würden. Philipp Gruber erklärte: Die genannten Ziele führten sowieso nur jenen Weg fort, der bereits beschritten sei.
Im Zusammenhang mit dem Kommunalen Klimapakt wird vom Land das Kommunale Investitionsprogramm „Klimaschutz und Innovation“, kurz Kipki, aufgelegt. 250 Millionen Euro sind im Pott, die auf Kommunen entsprechend der Einwohnerzahl verteilt werden. Mit knapp 523.000 Euro rechnet die VG Lauterecken-Wolfstein. Gefördert werden nur Projekte aus einer vorgegebenen Liste. Die Entscheidung muss bis Ende Oktober fallen, die Umsetzung bis Sommer 2026 erfolgen. „Das ist sportlich“, kommentierte Müller. Der Verbandsgemeinderat hat beschlossen, der Wirtschafts- und Fremdenverkehrsausschuss solle sich weiter damit befassen.
Vorschlag: Geld bei Kreis lassen
Allerdings schlug der Bürgermeister auch vor, sich mit dem Kreis zusammenzusetzen. „Wollen wir nicht alles Geld beim Kreis lassen für größere Maßnahmen? Der Klimaschutz ist eine Sache, die übers Kirchturmdenken hinausgeht“, argumentierte er. Eine Entscheidung dazu wurde nicht getroffen.