Kaiserslautern
Kommentar zum Arbeitsgericht: Versöhnung vor dem Richter
Wenig Arbeit für die Arbeitsgerichte – das spricht trotz Corona für eine gute Konjunktur in der Westpfalz. Wobei da sicherlich auch der Fachkräftemangel eine Rolle spielt. Wer sich nicht großen Sorgen machen muss, keinen neuen Job zu finden, der erspart sich Zeit, Geld und Stress beim Arbeitsgericht.
Die Kultur beim Arbeitsgericht unterscheidet sich sowieso oft von anderen Gerichten. Hier ist der Richter eher ein Moderator, der versucht, zwei streitende Partner zu versöhnen.
Die wegen langer Verfahrensdauern oft kritisierte Justiz scheint bei den Arbeitsgerichten wie geschmiert zu laufen. In nur drei Wochen einen Gütetermin zu bekommen, ist sehr bürgerfreundlich. Dass sich dann aber Verfahren in die Länge ziehen, weil die Briefpost nicht in die Gänge kommt, ist bezeichnend für den gelben Riesen und deckt sich mit den Erfahrungen, die wir alle mit unserer Briefsendungen immer häufiger machen.
