Kusel Kommentar zu den Grundstückspreisen im Kreis

Das künftige Neubaugebiet Lauersdell in Waldmohr.
Das künftige Neubaugebiet Lauersdell in Waldmohr.

Wohnorte sind attraktiv, wenn sie gut erreichbar sind. Das geht nicht nur über Autobahnen.

Angebot und Nachfrage regeln die Grundstückswerte im Landkreis Kusel. Waldmohr und Schönenberg-Kübelberg sind die beiden begehrtesten Gemeinden für Häuslebauer. Ohne den Orten zu nahe zu treten: Das liegt weniger an der reizvollen Umgebung, sondern mehr an der guten Anbindung durch die Autobahn.

Die hohen Preise für Grundstücke in Lauterecken, Wolfstein, Kusel oder Rammelsbach hängen mit der Nahversorgung zusammen. Schulen sind von dort nicht weit. Das ist gerade für junge Familien ein wichtiges Argument.

Für die übrigen Regionen im Kreis bleibt aber mehr als Wehklagen. Sie können punkten mit günstigem Bauland. Es war schon immer eine simple Kalkulation. Je weiter entfernt von den Zentren, desto günstiger die Baulandpreise. Desto umfangreicher ist aber das Budget, dass zum Beispiel für Tankfüllungen eingeplant werden muss. Das ist aber auch eine große Chance für die Kommunen abseits der beiden Autobahnen. Je besser die zusätzlichen Verkehrsangebote, sei es durch Bürgerbusse, Ruftaxis oder Linienbusse, desto attraktiver werden die Orte.

Allen Gemeinden im Landkreis gemeinsam sind steigende Preise. Das ist eine Kettenreaktion, weil die Preise in Städten wie Kaiserslautern, Homburg oder Bad Kreuznach deutlich anziehen. Die Perspektive des ländlichen Raumes ist damit besser als noch vor ein paar Jahren gedacht. Die Pandemie, in deren Folge auch Homeoffice-Lösungen hoffähig wurden, hat diesen Effekt deutlich verstärkt. Wenn jetzt das schnelle Internet und die Mobilfunkversorgung endlich auch zeitgemäß sind, hat die Region keine schlechten Perspektiven.

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