Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Kolumne zum Wochenende: Über die nur langsam vorankommende Mobilitätswende

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Nicht erst seitdem der Landkreis zur Smart-City wurde, macht man sich hier Gedanken um Mobilität, um klimaschonenden, öffentlich zugänglichen Verkehr auf dem Land. Aber mir geht das mit der Mobilitätswende trotzdem einfach zu langsam. Viel zu langsam.

Vor fünf Jahren war ich der festen Überzeugung, dass sich auch bei uns bald was tun würde. Bisher weitgehend: Pustekuchen. Außer ein paar E-Ladesäulen nichts gewesen. Wieso das mit dem ländlichen Raum jetzt schon wieder aufs Tapet kommt? Weil es nun mal so ist, dass Innovationen meist in der Stadt passieren – und diese nicht einfach in einer Region mit wenigen Menschen und weiten Wegen umgesetzt werden können.

Beispiel Car-Sharing in Hamburg: Ein Blick auf die App zeigt die in der Nähe abgestellten Autos – wenige Minuten zu Fuß ist immer eines zu finden. Klick: reserviert – und kurz darauf ist man unterwegs.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

Vor ein paar Jahren gab es eine Firma, die eine Art Sender in Privatautos eingebaut hat, womit diese zum Car-Sharing genutzt werden konnten. Keine Ahnung, ob das Unternehmen noch existiert. Es hatte jedenfalls kein Interesse daran, ein Auto mit der nicht ganz billigen Technik auszustatten, das die meiste Zeit des Tages ungenutzt in Kusel steht. Dabei würde ich wirklich gerne mein Gefährt zur Verfügung stellen – wenn das mit Versicherung und Logistik alles geklärt ist.

Womit wir wieder bei den digitalen Möglichkeiten sind. Damit muss doch mehr zu machen sein! Und der richtige Zeitpunkt ist jetzt! Ich sage nur: Spritpreise.

Expertenwissen nutzen

Wann, wenn nicht jetzt soll es zu schaffen sein, eine signifikante Anzahl – richtig viele! – Menschen zum Umdenken zu bringen? Denn Geldbeutelschutz wiegt schließlich meist mehr als Klimaschutz. Das gilt für das Umsteigen auf Car-Sharing oder Mitfahrmöglichkeiten ebenso wie auf Bus und Bahn.

Dafür muss das Angebot aber stimmen. Der freie Markt wird das nicht richten. Innovative Ideen sind gefragt. Was vor Jahren noch verrückt klang, kann jetzt Wirklichkeit werden. Mit Smart-City kommt nicht nur Geld in die Region, sondern auch Experten, die helfen können, Ideen von Bürgern umzusetzen. Die Chance gibt’s jetzt!

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