Wiesweiler Kita im Nachbarort: Künftig höhere Kosten für die Gemeinde

Wegen des Brandschutzes sind in der Kita in Offenbach-Hundheim Umbaumaßnahmen notwendig.
Wegen des Brandschutzes sind in der Kita in Offenbach-Hundheim Umbaumaßnahmen notwendig.

Größere Investitionen stehen an der Kita „Glantalstrolche“ in Offenbach-Hundheim an. Zwei Brandschutztreppen müssen installiert werden und zudem gibt es ein Kapazitätsproblem, sodass mittelfristig eine Erweiterung unumgänglich erscheint. Da Kinder aus Wiesweiler die Einrichtung besuchen, soll künftig die Gemeinde tiefer in den Geldbeutel greifen.

Es müssen zwei Brandschutztreppen zur Hofseite ans Gebäude angebaut, Brandschutztüren müssen installiert, eine Zwischenwand im Flur gestellt und einige Zwischenwände abgebrochen werden. Um den Bau einer dritten Brandschutztreppe kommen die Gemeinden Offenbach-Hundheim, Wiesweiler und Nerzweiler, deren Kinder die Kita besuchen, herum, da die Gruppe der U3-Kinder aus dem Dachgeschoss des Kita-Gebäudes ins Offenbacher Dorfgemeinschaftshaus ausgelagert wird.

Da die Kapazitätsgrenzen des Gebäudes erreicht sind, scheint mittelfristig eine Erweiterung der Kita unumgänglich. Bereits jetzt besteht eine Ausnahmeregelung: Statt 55 dürfen 58 Kinder die Einrichtung besuchen. Weitere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden.

Neue Betriebsvereinbarung

Die Kosten für die Brandschutzmaßnahmen werden auf rund 98.000 Euro geschätzt. Weitere 15.000 Euro werden für die neue Eingangs- und für die Terrassentür fällig. Die geschätzten Gesamtkosten liegen aktuell bei rund 113.000 Euro. An den Kosten sollen sich die Gemeinden Wiesweiler und Nerzweiler beteiligen, da auch Kinder aus beiden Orten die Kita besuchen. Ende 2021 hatte Offenbach-Hundheims Ortsbürgermeister Peter Stein die Betriebsvereinbarung aus dem Jahr 1992 mit den Einzugsgemeinden gekündigt. Grund: Die beiden anderen Orte beteiligten sich zwar an den Betriebs-, nicht jedoch an den Investitionskosten. Seit Monaten wird über eine neue Betriebsvereinbarung diskutiert, eine Einigung sei noch nicht erzielt worden, sagt Wiesweilers Ortsbürgermeister Ingfried Klahr, der betont, dass eine Beteiligung der Einzugsgemeinden an den Investitionskosten durchaus üblich sei. „Da wird was auf uns zukommen“, so Klahr im Gemeinderat.

Da die Haushaltslage bescheiden sei, müsse man schauen, wie man mit einer höheren Beteiligung umgeht. Sicher sei aber auch, dass Offenbach-Hundheim dann nicht immer allein entscheiden kann, sobald Investitionen in die Kita anstünden. So sei eine 5000 Euro Grenze möglich – alles, was mehr kostet, könne dann von den Räten in Wiesweiler und Nerzweiler mitentschieden werden, nannte er ein mögliches Szenario.

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