Kreis Kusel Kein Ortsbürgermeister, keine Beigeordneten: Nerzweiler hat nun einen Fürsorgebeaufragten

In Nerzweiler gibt es zurzeit weder einen Ortsbürgermeister noch Beigeordnete.
In Nerzweiler gibt es zurzeit weder einen Ortsbürgermeister noch Beigeordnete.

In Nerzweiler gibt es aktuell weder einen Ortsbürgermeister noch Beigeordnete. Bereits für die Kommunalwahlen im Juni hatte sich in der Gemeinde niemand zur Wahl des Ortschefs gestellt. Michael Hildebrand, Ortsbürgermeister seit 2014, war nicht mehr angetreten und blieb bis zum vergangenen Dienstag, dem Termin der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung, geschäftsführend im Amt. Nun ist sein Posten vakant – ebenso die der beiden Beigeordneten. Auch für ihre Ämter haben sich bislang keine Nachfolger gefunden. Gemäß der Gemeindeordnung musste deshalb nun ein Fürsorgebeauftragter bestimmt werden, wie die Verbandsgemeinde (VG) Lauterecken-Wolfstein mitteilt. Dies ist Christian Sauer, Büroleiter der VG. Die „notwendige Aufgabenerledigung für die Ortsgemeinde“ soll damit sichergestellt werden, wie in einem Schreiben der Kreisverwaltung zu lesen ist. Der Kreis als zuständige Aufsichtsbehörde verfügt in solchen Fällen die „Bestellung“, so die Formulierung, eines Fürsorgebeauftragten.

Sauer kündigte auf Anfrage der RHEINPFALZ an, zukünftig bei jeder Sitzung des Ortsgemeinderats vorsorglich den Punkt „Wahl eines Ortsbürgermeisters oder einer Ortsbürgermeisterin“ auf die Tagesordnung zu nehmen. Sein Amt als Fürsorgebeauftragter übt er zunächst bis Mai 2025 aus. Sollte sich zwischenzeitlich ein Kandidat finden, könne dieser in einer Sitzung vom Rat gewählt werden. Eine Urwahl, also eine Wahl durch die Bevölkerung, findet laut Sauer erst wieder 2029 bei den nächsten Kommunalwahlen statt. Unterstützung vor Ort erhält Sauer nach eigenen Angaben vom Ratsmitglied Mario Bauer.

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