Kusel Künftig nur noch ein Pfarrer in der Pfarrei Heiliger Remigius
Roland Spiegel war seit Februar 2009 in der Westpfalz Pfarrer. Zunächst war er für Hoof zuständig, seit der Gemeindereform 2015 war er in der Pfarrei Kusel eingesetzt. Der 60-Jährige wohnt in Glan-Münchweiler. „Man soll sich öfter mal verändern“, sagt er zu den Gründen seiner Versetzung. Er sei nun im 15. Jahr in der Westpfalz und habe noch zehn weitere Jahre vor sich. Die wolle er in Heimatnähe verbringen, sprich in der Nähe seiner Mutter in der Vorderpfalz.
Roland Spiegel stammt aus einer katholischen Familie in Edenkoben. Er trat als 20-Jähriger in das Kloster Weltenburg in Kelheim an der Donau ein und war dort für das Gästehaus zuständig und als Sakristan tätig. Sein Studium absolvierte der ehemalige Benediktinermönch bei den Zisterziensern in Heiligenkreuz bei Wien. 1990 folgte die Priesterweihe im Regensburger Dom. Im Anschluss absolvierte er Stationen im Kloster Plankstetten in der Diözese Eichstätt, als Kaplan im vorderpfälzischen Weidenthal und als Administrator in Neustadt. Anschließend wollte er sich mehr der Seelsorge widmen, trat aus dem Orden aus und wurde ins Bistum Speyer aufgenommen. „Es war eine schöne Zeit hier“, zieht Spiegel Bilanz. Die Menschen habe er sehr zugänglich und offen erlebt. Daher gehe er „mit einem weinendem und einem lachenden Auge“.
Anzahl der Gottesdienste reduzieren
Künftig wird der Kuseler Theologe Nils Schubert als leitender Pfarrer allein in der Diaspora-Pfarrei wirken, unterstützt nur durch Gemeindereferent Michael Huber sowie Gemeindeassistent Philipp Ochsner. Doch es wird personell noch enger, denn Huber wechsele im kommenden Jahr in den Ruhestand, kündigte die Vorsitzende des Pfarreirates, Christa Kuhn, an. „Es gibt immer weniger Pfarrer und weniger Laientheologen“, bedauert sie.
Laut den neuesten Indexzahlen bezüglich der Personalverteilung in der Diözese habe die Pfarrei Hl. Remigius Kusel Anspruch auf drei Theologen. „Wie es weitergeht, wissen wir nicht.“ Denn Nachwuchs bleibe aus. Weil ein Pfarrer nur drei Gottesdienste am Wochenende halten dürfe, müssten nun die Gottesdienste reduziert werden. Diese fänden dann nur noch in den Hauptkirchen statt, also in Kusel, in Glan-Münchweiler, Hoof, Nanzdietschweiler, auf dem Remigiusberg und in Reichenbach-Steegen, berichtet Kuhn.
Info
Seinen letzten Gottesdienst in der Pfarrei hält Roland Spiegel am Sonntag, 27. August, 10.30 Uhr in Kusel. Anlässlich des Patronatsfestes am Sonntag, 1. Oktober, wird er offiziell verabschiedet.