Kreis Kusel Jugendarbeit trägt Früchte

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KUSEL. Ab Freitag, 1. Mai, geht es auf dem roten Sand wieder um Ergebnisse: An diesem Wochenende startet die Medenrunde. Tennismannschaften aus zehn Vereinen im Kreis Kusel sind mit dabei. Zwar ist es nur noch ein Team in der Pfalzliga, doch Besserung ist in Sicht: Die Kreisklubs meldeten mehr Jugendteams als in den Vorjahren.

Der Trend der Vorjahre setzt sich fort bei den Tennisklubs im Kreis: wenige aktive Damen- und Herrenmannschaften, recht viele Teams im Seniorenbereich. Wie in der gesamten Pfalz nehmen mehr und mehr Vereine zudem die Möglichkeit war, nicht mit Sechser-, sondern nur noch mit Viererteams anzutreten. Statt sechs Einzel- und drei Doppelpartien absolvieren diese nur vier Einzel und zwei Doppel. Positiv aber: Überall dort, wo Jugendarbeit betrieben wird, ist ein Aufschwung zu spüren. Kreisweit die meisten Mannschaften gemeldet haben der TC Kusel und der TC Waldmohr. In diesem Jahr gehen nicht mehr drei, sondern nur noch eine Pfalzligamannschaft aus dem Kreis an den Start: die Damen 30 des TC Kusel, die sich schon seit Jahren in der höchsten Klasse des Tennisverbands Pfalz behaupten. Die Damen 40 der SG Lauterecken/Grumbach/Offenbach-Hundheim mit Spielort in Lauterecken hatten seit vielen Jahren erfolgreich in der Pfalzliga gespielt. Nach der Auflösung des TC Lauterecken hatte sich die Mannschaft aber nicht auf einen neuen Spielort einigen können und meldete sich vom Spielbetrieb ab (wir berichteten). Die Herren 55 des TC Kusel sind im vergangenen Jahr in die A-Klasse abgestiegen. Das Team geht nun nach einem Wechsel der Altersklasse als Vierer-Mannschaft bei den Herren 60 ins Rennen. Für ihren Verein sei es sehr wichtig, die ehemaligen Jugendspieler in die aktiven Damen- und Herrenmannschaften einzugliedern, sagt Angela Umlauff, Sportwartin des TC Kusel. Nur so könne deren Fortbestand gewährleistet werden. Die Herrenmannschaft, die schon seit mehreren Jahren in der B-Klasse spielt, strebt in dieser Runde einen vorderen Tabellenplatz an. Die zweite Männermannschaft wurde abgemeldet, dafür gibt es ein neues Herren-30-Team. Umlauff geht davon aus, dass dieses in der C-Klasse 1 um den Aufstieg mitspielt. In der C-Klasse gehen auch die Herren 50 an den Start. Siegfried Krause, der Mannschaftsführer der Herren 60, rechnet nach dem Abstieg aus der Pfalzliga mit dem direkten Wiederaufstieg. „Wir müssen nicht, wir können aufsteigen“, präzisiert er. Seine Mannschaft sei gut besetzt und werde von ihrer langjährigen Pfalzliga-Erfahrung profitieren. Dadurch, dass in ihrer Klasse nur noch in Vierermannschaften gespielt wird, seien auch keine personellen Probleme zu erwarten. Schwierig wird es laut Umlauff für die aktive Damenmannschaft, sich nach dem Aufstieg in der B-Klasse zu halten. Zudem hat der TC Kusel Teams bei den Damen 40 (C-Klasse 2) und den Damen 50 gemeldet. Die Damen 40 haben sich durch die Pfalzligaspielerin Andrea Allendorff-Steinhauer aus der aufgelösten Mannschaft vom unteren Glantal verstärkt. Den Damen 50 traut Umlauff zu, in der B-Klasse 4 als Viererteam eine gute Platzierung zu erreichen. Der nachwuchs geht bei den Jungen U18, U15, gemischt U12 und bei den Mainzelmännchen, die im vergangenen Jahr sehr erfolgreich waren, an den Start. Die Spitzenmannschaft des Vereins sind die Damen 30 in der Pfalzliga. Mannschaftsführerin Manuela Dietrich möchte die Erwartungen nicht zu hoch stecken und wäre am Ende mit dem Klassenverbleib zufrieden. Stefan Petri, Sportwart des TC Waldmohr, stellt in seinem Verein einen Aufwärtstrend fest. Die Talsohle „von vor fünf bis sechs Jahren“ sei durchschritten worden, die Arbeit im Jugendbereich mache sich positiv bemerkbar. In diesem Jahr hat der Verein bei den Jungen eine U18- und eine U15-Mannschaft aufgestellt. Dadurch sollen die Jugendlichen Erfahrungen im Wettkampfbetrieb erlangen. Auch bei den Herrenmannschaften der Senioren sei der Verein gut aufgestellt. Die aktiven Herren in der D-Klasse 1 (Vierermannschaft) und die Damen 40 in der C-Klasse 2 hätten sich zum Ziel gesetzt, wie im vergangenen Jahr einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Für die Herren 40, die verjüngt worden seien, und die Herren 50, die in die B-Klasse 3 aufgestiegen sind, gehe es ebenfalls darum, sich in der Klasse zu behaupten. Den Herren 60, die im Vorjahr den Aufstieg in die A-Klasse knapp verpasst hatten, traut Petri zu, dass sie in der B-Klasse 2 wiederum eine gute Rolle spielen können. Der TC Schönenberg hat für die neue Saison bei den Herren 30 zwei Mannschaften gemeldet. Die erste Mannschaft, die schon seit Jahren in der A-Klasse spielt, hatte sich im vergangenen Jahr gegen starke Konkurrenz aus der Vorderpfalz behaupten können. Sportwart Michael Langlotz freut sich darüber, dass in diesem Jahr Bruchmühlbach und Landstuhl, zwei weitere Westpfälzer Mannschaften, in der A-Klasse 1 vertreten sind. So fällt die eine oder andere Auswärtsfahrt kürzer aus. Ziel sei der Klassenverbleib. Durch die Meldung einer zweiten Mannschaft, die als Viererteam in der C-Klasse 1 antritt, werde mehr Spielern die Möglichkeit gegeben, Wettkampfpraxis zu sammeln. Die Damenmannschaft habe aus beruflichen Gründen abgemeldet werden müssen, schildert Langlotz. Erfreut zeigt sich der Sportwart darüber, dass es gelungen sei, weitere junge Spieler für den Tennissport zu begeistern. Wie im vergangenen Jahr sei eine Jungenmannschaft U15 in einer Spielgemeinschaft mit Bechhofen und Martinshöhe gemeldet worden. Dazu komme noch eine gemischte Mannschaft U12. Beim ASC Bunker Boys Brücken sei die Vierermannschaft der Damen nach dem Aufstieg von der C- in die B-Klasse 1 darum bemüht, sich in der höheren Spielklasse zu behaupten, berichtet der erste Vorsitzende Roland Sander. Die neu gemeldete Mannschaft der Mädchen U18 wolle dagegen hauptsächlich Spielerfahrung sammeln. Für die noch junge aktive Herrenmannschaft gehe es weiterhin darum, sich im Wettkampf zu bewähren. Die Möglichkeit dazu sei in der D-Klasse 1 mit acht Mannschaften gegeben. Die Herren 50 hätten sich seit dem Aufstieg vor zwei Jahren in der B-Klasse gehalten – das soll auch in diesem Jahr so bleiben. Bei vier westpfälzischen Mannschaften verspreche die B-Klasse 3 reizvolle Lokalbegegnungen. Der TC Oberes Glantal Glan-Münchweiler fördert den Nachwuchs durch das Angebot zweier Trainingseinheiten pro Woche und eine Kooperation mit der Glantalschule. In diesem Jahr wurden sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen eine U18-Mannschaft gemeldet, wie der Vorsitzende Udo Kappes erläutert. Die aktiven Damen haben auf Vierermannschaft umgestellt und wollen in der C-Klasse 1 wie im Vorjahr einen Mittelfeldplatz erreichen. Die Herren 40 dagegen haben sich zum Ziel gesetzt, in der C-Klasse 2 „oben mitzuspielen“. Für die Herren 50, bei denen einige Wiedereinsteiger mitspielen, sei als Vierermannschaft in der B-Klasse 1 der Nichtabstieg das Ziel. Der TC Offenbach-Hundheim schickt bei den Herren in der D-Klasse 1 eine ganz junge Vierermannschaft ins Rennen. „Jede bessere Platzierung als im Vorjahr wäre ein Erfolg“, befindet Sportwart Wolfgang Geiling. Den Herren 40 traut er zu, nach dem Aufstieg in die B-Klasse 1 nun auch dort einen vorderen Tabellenplatz zu erreichen. Bei den Herren 50 hat der Verein abgemeldet: Einige Spieler dieser Mannschaft sollen bei den Herren 40 aushelfen. Mit großen Erfolgschancen gehe das Team der Damen 50 in der B-Klasse 4 in die neue Saison. Im vergangenen Jahr war es Rang zwei, nun hat sich die Mannschaft durch die erfahrene Pfalzligaspielerin Christine Koch verstärkt. Besonderem Reiz bietet in dieser Klasse die Auseinandersetzung mit dem TC Kusel. Wie im vergangenen Jahr hat der TC Karl Otto Braun Wolfstein die Herren 60 in der C-Klasse 6 als einzige Seniorenmannschaft gemeldet. Ansonsten setzt der Verein auf Jugendarbeit. Das Interesse bei den Mädchen, zu denen auch einige Spielerinnen aus dem TC Offenbach-Hundheim gestoßen sind, sei so groß, dass zwei U18-Mannschaften gemeldet werden konnten, wie Sportwart Werner Schmitt berichtet. Hinzu komme noch eine Jungenmannschaft U18. Drei kleine Vereine aus dem Kreis Kusel schicken jeweils eine Mannschaft in die Medenrunde. Die im vergangenen Jahr als SG TC Grumbach/TC Lauterecken gemeldete Mannschaft der Herren 55 tritt in diesem Jahr in der B-Klasse 2 für den TC Grumbach an und hofft auf einen guten Mittelfeldplatz, weiß der Vorsitzende Helmut Kreischer zu berichten. Wie in den Vorjahren gehe es den Damen 40 der Tennisabteilung des SV Blau-Weiß Reichweiler vor allem um den Spaß am Tennis, nicht so sehr um Ergebnisse, sagt Mannschaftsführerin Katharina Klahr. In der C-Klasse 2 misst sich ihr Team mit den Spielerinnen aus Kusel und Waldmohr. Der TC Horschbach hat bei den Damen gemeldet. Diese spielen schon seit Jahren erfolgreich in der B-Klasse als beste Mannschaft aus dem Kreis Kusel. Durch den Aufstieg des TC Kusel kommt es für den Vorjahreszweiten in der B-Klasse 1 sozusagen zu einer inoffiziellen Kreismeisterschaft. Für Mannschaftsführerin Katharina Mieves wird es aber ein Spiel wie jedes andere, dem Team gehe es hauptsächlich um den Spaß an spannenden Begegnungen.

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