Idar-Oberstein Jazztage feiern verspätet Jubiläum
Das Jubiläum der Jazztage Idar-Oberstein hätte eigentlich schon 2020 stattfinden sollen. Mit zwei Jahren pandemiebedingter Pause startet das Kulturamt Idar-Oberstein nun die Jubiläumsausgabe im Stadtteil Idar.
Stargast am Freitag, 27. Mai, ist die Barrelhouse Jazzband (19.30 Uhr), Deutschlands „älteste und wertvollste Jazzband“, wie Veranstalter Fritz Rau sie einst nannte. Ihr Repertoire reicht von den Werken der großen Meister des Jazz aus den 1920er bis 50er Jahren bis zu eigenen Kompositionen.
Swing, Hip-Hop und Ukrainisches am Freitag
Ukrainisch wird es mit Leléka (ukrainisch für Storch) am Freitag ab 20.15 Uhr, einem jungen multikulturellen Berliner Quartett um die ukrainische Sängerin Viktoria, die Musik verbindet Folk-Balladentöne mit Jazz.
Die Golden Swing Bigband nahm bisher an vier Rheinland-Pfalz-Tagen teil und tritt am Freitag um 22 Uhr auf. Die Formation Bobby Rausch spielt ebenfalls am Freitag (ab 22.15 Uhr). Inspiriert von den Schnittstellen zwischen Jazz und Hip-Hop, digital und analog, spielen die Berliner eine Musik im Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Improvisation.
Funk und Gospel
„Mit Pauken und Trompeten“ heißt das Programm von Jazzkantine, die am Samstag, 28. Mai, ab 20 Uhr auf dem Marktplatz auftreten. Sie verbinden Jazz und Rap. Botticelli Baby wiederum spielen eine Art Punk-Jazz (Samstag, 22.30 Uhr). Auch Elemente aus Blues, Folk, Funk, Balkan und Pop gehören zum Sound der siebenköpfigen Formation. Federkeil und seine Funkbrüder sind Gast am Samstag um 22.15 Uhr: mit Songs von Maceo Parker, James Brown, Bruno Mars, Sly and the Family Stone, Pee Wee Ellis oder Stevie Wonder.
Der Chor The Gospel Soul Notes eröffnet den Jazztag am Sonntag, 29. Mai (11 Uhr). Modernen Indie-Swing aus Wien spielen Marina & The Kats danach ab 14 Uhr. Gleich drei der vier Bandmitglieder sind Schlagzeuger. „Shared Drums macht es zwar nicht leichter“, sagt die Band selbst dazu, „dafür aber fetter.“ Das Martin Weinert Trio ist mit Michael Schiefel am Sonntag ebenfalls um 14 Uhr zu erleben. Der in Berlin lebende Schiefel gilt als eines der Aushängeschilder des europäischen Jazz. Zum Programm gehört auch Dixie, Swing und Mainstream-Jazz mit Alice in Dixieland aus den Niederlanden (Sonntag, 14.15 Uhr). Diese Vintage-Jazzband besteht aus sechs Profi-Musikerinnen. Die Anfänge der Frauenband reichen mehr als 30 Jahre zurück. Der Name leitet sich vom Buch „Alice in Wonderland“ von Lewis Carroll ab. Zunächst befasste sich die Band nur mit Dixielandmusik, nach und nach aber erweiterten die Musikerinnen ihr Repertoire.
Der Star
Götz Alsmann präsentiert als Stargast am Sonntag ab 19 Uhr schließlich sein Programm „L.I.E.B.E.“. Mit dabei: Werke aus der Zeit der „silbernen Operette“ der 1920er und 30er Jahre, Chansons der Nachkriegszeit und Preziosen aus der Schlagerwelt der 1950er und 60er Jahre
Der Eintritt zu den Jazztagen ist frei. Doch Kulturfreunde sind aufgefordert, „Förderbeutel“ am Promotionstand des Kulturamtes zu erwerben. Alle Infos und Auftrittszeiten auf diesem Flyer. rhp