KUSEL
In Fitnessstudios gelten strenge Hygienevorschriften – Ein Besuch bei Clever Fit
Wer dieser Tage das Clever-Fit-Studio in Kusel betritt, wird schon am Eingang per Plakat aufgeklärt, was es im Rahmen der Corona-Beschränkungen alles zu beachten gibt. Daneben ist auf einem Stehtisch ein Spender mit Desinfektionsmittel aufgebaut. Im Studio herrscht in den ersten Stunden nach der Wiedereröffnung noch nicht das ganz große Gedränge, aber die ersten Kunden sind schon vormittags beim Training anzutreffen. Mundschutz braucht man an den Geräten nicht, eine Maske sollte aber auf den Wegen zwischen den Geräten und beim Betreten und Verlassen des Studios getragen werden.
Alle Vorgaben umgesetzt
Ansonsten gilt: An den Geräten ein Handtuch unterlegen und jedes Gerät nach der Benutzung desinfizieren. Die Umkleidekabinen seien zwar geöffnet. „Allerdings darf man nur die Tasche abstellen und maximal die Schuhe wechseln. Umziehen oder duschen geht zur Zeit leider nicht“, erklärt Studioleiter Philipp Moch.
„Wir haben alle Vorgaben des Landes umgesetzt, unseren Putzplan noch weiter intensiviert und derzeit immer einen Mitarbeiter abgestellt, der auf die Einhaltung der Regeln achtet“, berichtet Moch, für den die Zeit der Zwangsschließung „nicht einfach“ war. „Wir hatten ja fast zehn Wochen zu. Das war schon eine lange und nicht einfache Zeit – gerade auch, weil man sich ja Sorgen um die Mitarbeiter und Kunden gemacht hat.“
Das Clever-Fit-Team in Kusel besteht aus elf Personen – zwei davon sind Auszubildende. „Wir waren zwar auch in Kurzarbeit, aber eigentlich nur auf dem Papier. Im Prinzip waren wir immer hier.“
Nun sei man aber selbstverständlich glücklich, die Türen endlich wieder aufsperren und die Mitglieder wieder begrüßen zu dürfen. Und bei den Türen gibt es auch schon die erste kleine Änderung: „Wir haben ja zwei Eingänge, und das ist für diese Zeit jetzt so geregelt, dass es einen Ein- und einen Ausgang gibt – damit die Kunden auch beim Betreten und Verlassen des Studios Abstand zueinander halten können“, erklärt der Studioleiter. Ansonsten wurden die Laufwege im Studio mit Pfeilen markiert, und wo möglich wurde mehr Platz zwischen den Geräten geschaffen – wo das nicht ging, wurden einzelne Geräte gesperrt. „Im Prinzip kann aber fast ganz normal trainiert werden“, sagt Moch. „Abgesehen davon, dass zur Zeit keine Kurse stattfinden und zum Beispiel die Solarien und die Massageliege nicht zur Verfügung stehen.“
Begrenzte Kapazität
Von den Mitgliedern habe man sehr viel Zuspruch bekommen. „Ich war echt überrascht und begeistert, wie die Kunden reagiert haben. Der Zusammenhalt hier in Kusel ist schon besonders gut und sogar noch viel besser als in vielen anderen Städten, wo wir Studios betreiben“, berichtet Moch, der jeden Tag „aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Landau“ nach Kusel fährt.
Um den Kunden für ihre Geduld etwas zurückzugeben, habe man sich etwas einfallen lassen. „Die Mitglieder können aus drei verschiedenen Treueboni wählen – entweder ein Monat Vertragsverlängerung gratis, ein Monatsgutschein für einen Freund oder Verwandten oder ein Gutschein für ein Personal-Training“, zählt der Studioleiter auf. Für die Zeit der Zwangsschließung werde den Kunden aber kein Beitrag berechnet; die Verträge werden laut Moch ohne Mehrkosten automatisch entsprechend verlängert.
Vorerst ist auch die Anzahl der Kunden begrenzt, die zeitgleich im Studio trainieren können. „Damit es da keine Probleme gibt, empfehle ich unserer App ,No Excuses’. Dort kann man in Echtzeit die Auslastung des Studios sehen. Grün bedeutet, es ist noch reichlich Platz, bei gelb wird es langsam eng, und rot bedeutet, dass die maximale Kapazität erreicht ist“, erklärt Moch. Ansonsten stehe man den Kunden jederzeit über die sozialen Medien und telefonisch zur Verfügung.