Lauterecken / Kaiserslautern Im Lautertal fallen zwischen den Jahren Züge aus
Weil der für das Schienennetz verantwortlichen DB InfraGo AG weiterhin und voraussichtlich bis Ende Januar 2025 nicht genügend Personal für die Bedienung des elektronischen Stellwerks in Neustadt an der Weinstraße zur Verfügung steht, stellt die Deutsche Bahn ab 23. Dezember den Zugverkehr der Lautertalbahn zwischen Kaiserslautern und Lauterecken-Grumbach täglich ab 14.30 Uhr ein. Das teilt der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZÖPNV Süd) mit.
Die DB Regio ist mit der Abwicklung des sogenannten Schienenersatzverkehrs beauftragt und wird ab 23. Dezember für die Zugfahrten ab 14.30 Uhr Touren mit Bussen organisieren. Die sollen nach einem eigenen, festen Fahrplan verkehren. Es sei davon auszugehen, dass dieser tägliche Schienenersatzverkehr noch bis Freitag, 31. Januar, notwendig sein wird.
Verband hofft auf Planbarkeit
Die letzten Zugfahrten werden täglich die RB 12969 von Lauterecken-Grumbach (Abfahrt 13.33 Uhr) nach Kaiserslautern (Ankunft am Hauptbahnhof um 14.25 Uhr) beziehungsweise in der Gegenrichtung die RB 12966 von Kaiserslautern -Hauptbahnhof (Abfahrt 13.34 Uhr) nach Lauterecken-Grumbach (Ankunft 14.28 Uhr) sein. Nach diesen Fahrten werden Busse im Schienenersatzverkehr zum Einsatz kommen.
In der Mitteilung heißt es wörtlich: „Der ZÖPNV Süd als zuständiger gesetzlicher Aufgabenträger verbindet mit dieser Entscheidung der DB InfraGO die Hoffnung, dass sich die Kunden und Kundinnen dann auf das Angebot im ÖPNV verlassen können und die DB-Personale in Neustadt diese dann reduzierten zeitlichen Anforderungen bewältigen können.“ Wie der Verband einmal mehr erklärt, werden die Signale und Weichen der Lautertalbahn von diesem zentralen Stellwerk in Neustadt aus gesteuert.
Fahrgäste sollen Fahrplan checken
Durch die Einstellung des Betriebs ab 14.30 Uhr wird – nach Einschätzung der Geschäftsstelle des ZÖPNV Süd – bei der DB eine Fahrdienstleiter-Schicht eingespart. Nach Aussage der DB InfraGo sollen die Personalengpässe ab Ende Januar der Vergangenheit angehören. Der ZÖPNV betont: „Die Kürzung des Angebots auf der Schiene muss als vorübergehende Maßnahme eine Ausnahme bleiben, um das ÖPNV-Angebot insgesamt zu stabilisieren.“
Mit Blick auf die kommenden Wochen weist der ZÖPNV die Fahrgäste darauf hin, dass die Haltestellen des Schienenersatzverkehrs nicht immer direkt an den jeweiligen Bahnhöfen liegen. Die Fahrten des Schienenersatzverkehrs verkehren mit gegenüber der Schiene geänderten Fahrplänen. Diese sind der Online-Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn (www.bahn.de) oder dem DB Navigator zu entnehmen. Die Mitnahme von Fahrrädern in den Bussen sei aus Platzgründen grundsätzlich leider nicht möglich.