Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HWE muss den Tabellenführer ziehen lassen

Weiß mit seiner Wurfgewalt zu überzeugen: Stefan Marx.
Weiß mit seiner Wurfgewalt zu überzeugen: Stefan Marx.

Dass es für den Handball-Verbandsligisten HWE Erbach-Waldmohr gegen den TV Kirkel eng werden kann, war klar. Auswärts setzte es dann auch eine 22:26 (9:13)-Niederlage. Trotz eines hohen Rückstandes bekam das Team sogar noch die Chance zum Ausgleich.

Bis zur 21. Spielminute hielt die Führung der HWE Erbach-Waldmohr im Spitzenspiel beim TV Kirkel. Als Robin Schweitzer für den TVK ausglich, war die letzte Führung in diesem Spiel für die Mannschaft aus Waldmohr und Homburg dahin. Die sportlich gute Form der vergangenen Wochen schien vorbei. Immerhin hatte Waldmohr zuletzt Anfang November gegen den Aufstiegsaspiranten aus Elm-Sprengen verloren. Es folgten Minuten vor der Halbzeit, die das Spiel zugunsten der Mannschaft aus Kirkel entschieden. Deren 5:1-Lauf, Kreisläufer Rokas Vaitekunas steuerte das HWE-Tor bei, brachte eine deutliche Führung, ein 13:9 für die Hausherren in der engen Kirkler Sporthalle.

Auch nach der Halbzeit kam Waldmohr nicht so recht aus den Startlöchern. Nach Toren von Kevin König, Matthias Matheis und Glen Luga (34.), blieb Waldmohr sechs Minuten ohne jeglichen Treffer. Das nutzte der TV Kirkel, der in der Tabelle nur knapp hinter der HWE steht, um sich entscheidend abzusetzen. 18:11 (40.) stand es zwischenzeitlich, bis Daniel Thum seine Mannschaft in der Auszeit, in der harzfreien Halle, neu einstellte.

8:1-Lauf bringt letztlich nichts ein

Es zeigte sich, dass die Aussage von Thum vor dem Spiel, „Handball ohne Harz ist eine andere Sportart“, durchaus an der HWE haften blieb. Doch es folgten noch einmal starke Minuten der HWE, die sich wieder herankämpfte. Schon im Hinspiel hatte die HWE einen hohen Rückstand in der Schlussviertelstunde noch zu einem Sieg gedreht.

Ein Wahnsinnslauf von 8:1 zugunsten der HWE brachte Waldmohr auf 19:20 heran. Vaitekunas erzielte in der 52. Spielminute den Anschlusstreffer. Gleiches gelang Stefan Marx, der mit sechs Toren erfolgreichster Werfer der HWE war, nochmals zwei Minuten später. Doch danach endete die Aufholjagd der HWE, die nach einem verworfenen Siebenmeter von Thomas Kirsch nochmals an Boden verlieren sollten.

Rang zwei noch in Reichweite

Beim Stand von 23:20, erzielt von Kirkels Christof Keller, war trotz eines schnellen Tores von Vaitekunas (23:21) die Vorentscheidung gefallen. Für die HWE trafen neben Marx (6) auch Thomas Kirsch (5), Rokas Vaitekunas (4), David Klein (3), Kevin König (2), Peter Jungblut (1) und Glen Luga (1).

Zwar ist die Lage im Aufstiegskampf noch immer nicht schlecht, denn Rang zwei kann zum Aufstieg reichen. Doch das Heranrücken an die nach Minuspunkten beste Mannschaft vom HC Schmelz (21:5 Punkte) ist für den Tabellendritten aus Waldmohr (20:8) erstmal in weite Ferne gerückt.

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