Handball
HWE Erbach-Waldmohr auch gegen Merchweiler II am Anfang nicht wach
Der frühe Vogel fängt den Wurm ist ein typisches Sprichwort für einen Frühaufsteher. Diese Personen, die bereits früh hellwach sind, werden auch Lerchen genannt – solche sind in dieser Saison aber nicht wirklich die Spielern der HWE Erbach-Waldmohr. Vielmehr muss man die HWE in diesem Jahr, was die Betrachtung bei den bisherigen Spielen angeht, wohl eher weitestgehend zu den Eulen oder auch Spätaufstehern zählen.
Schon in den ersten drei Saisonspielen war die Mannschaft von Trainer Dirk Alles gleich in Rückstand geraten und musste diesem hinterherrennen. Oftmals glich sie danach aber noch aus, oder drehte die Partie gänzlich – so wie beim bisher einzigen Saisonsieg, dem 28:19 gegen die HC Dillingen/Diefflen II, bei dem Waldmohr nach rund 20 Spielminuten das Spiel an sich riss. Schon gegen die DJK Oberthal lag die HWE bis zur Halbzeit mit sechs Toren im Rückstand. Am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen die Spitzenmannschaft des TV Merchweiler II, die nunmehr alle vier Saisonpartien für sich entschied, setzte die HWE-Sieben ihrem Hang zum Spätstartertum jedoch noch mal die Krone auf.
Erstes Tor nach 21 Minuten
Nach acht gespielten Minuten nahm Trainer Alles erstmals eine Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gäste bereits eine 5:0-Führung erspielt. Ein guter Zeitpunkt, Taktisches zu besprechen, noch mal auf den Matchplan einzugehen. Eine Besserung war für seine Mannschaft jedoch lange nicht in Sicht. Denn erst in der 21. Spielminute gelang Peter Jungblut mit einem Siebenmeter der erste Treffer für die HWE.
Bis dahin hatte Merchweiler bereits mit 11:0 vorgelegt und die Partie für sich entschieden. Bis zur Halbzeit kam die HWE noch mal bis auf acht Tore heran und spielte auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte noch mal gut mit. Ein 5:2-Lauf der Mannschaft von Dirk Alles brachte Waldmohr noch mal bis auf 11:16 heran. Nach dem 13:17 von Neuzugang Pascal Bayer (40.) keimte sogar noch einmal etwas Hoffnung auf, den bislang unbesiegten TV Merchweiler vielleicht ins Wanken zu bringen, doch Waldmohr kam danach nicht mehr in Schlagdistanz.
Jungblut bester Schütze
Für die HWE war Peter Jungblut, wie bislang in der gesamten Saison, der beste Schütze. Sechsmal traf er, darunter dreimal per Siebenmeter. Die weiteren Treffer erzielten Tobias Stemler (vier Tore), Tim Eder, Pascal Bayer, Maurice Jung (je drei Tore) und Kevin König (1).
Mit 3:5 Punkten ist die HWE mäßig in die Saison gestartet. Im Auswärtsspiel beim HC Schmelz steht Erbach-Waldmohr ein Gegner gegenüber, der in dieser Saison schon einige Punkte liegen ließ, jedoch gegen den in den Vorjahren so starken TuS Elm-Sprengen zum Saisonauftakt gewann.