Glan-Münchweiler
Holger Weyand sammelt als Adventskalenderläufer Spenden
Rodenbach, Weilerbach, Ramstein-Miesenbach, Kusel und der Abschluss im Otterberger Stadion! Holger Weyand lief im Dezember so ziemlich überall in der Region, und das immer für den guten Zweck. Denn er nahm an der Aktion Adventskalendergelaafe 2020 teil. „Die Aufgabe war, jeden Tag die Nummer des Türchens in Kilometern zu laufen, also am ersten Tag einen Kilometer, am nächsten Tag zwei und so weiter“, erklärt der 56-Jährige aus Glan-Münchweiler. „Das Benefizteam 42x42,195 aus Katzweiler hat dazu jeden Tag eine passende Strecke veröffentlicht. Meistens bin ich die dann auch gelaufen, manchmal habe ich mir aber auch eine eigene Route rausgesucht“, erzählt er.
Barfuß und im Regen
Vom 1. bis zum 20. Dezember lief Weyand 201 Kilometer. Erst vom 21. bis 23. Dezember ging er es etwas langsamer an, lief nur etwa die Hälfte der Strecken. Aber dann kam der Finaltag. Er gab noch einmal alles und lief bei Wind und Regen 60 Runden im Stadion in Otterberg und schaffte damit 261 von 300 möglichen Kilometern. Trotz widriger Wetterumstände habe es ihm nie an Motivation gemangelt, „Ich hatte viele Unterstützer, manche davon haben sogar an den Strecken gestanden und mich angefeuert. Das gibt einem dann immer wieder neue Kraft“, erzählt Weyand. Immer ganz vorne mit dabei waren seine Frau Silvia und die Tochter.
„Zwar spüre ich die extreme Anstrengung immer noch in den Knochen, aber das Ganze war es wert“, erzählt er, denn alle Spenden reiche er weiter an das Benefizteam 42x42,195. „Die sammeln das Geld und geben es an unterschiedliche Projekte. Zum Beispiel ans Kinderhospiz oder an die Frauenzuflucht.“ Dafür nehme man auch mal Strapazen auf sich. „So manches Mal musste ich mich echt überwinden. Bei Regen oder im Dunkeln. Aber dann hab ich mich aufgerafft, meine Stirnlampe angezogen und hab es durchgezogen!“, sagt er und lacht.
Sport gehört einfach dazu
Denn an ein Leben ohne Bewegung ist bei dem gebürtigen Kuseler nicht zu denken. „Ich gehe gerne Laufen und Wandern, spiele Fußball beim FV Olympia Ramstein und fahre sehr gerne Ski. Außerdem bin ich im örtlichen Kegelverein.“ Ein weiteres Hobby, das er inzwischen zum Beruf gemacht hat, ist das Bierbrauen. Der 56-Jährige erzählt begeistert: „Ich hab’ auch bei manchen Läufen mein eigenes Bier gegen eine kleine Spende verteilt.“ Er möchte in diesem Jahr noch verschiedene Spendenläufe organisieren. Unter anderem plant er einen Bierathlon und ein Bierkastenrennen.
Auch einem weiteren Adventskalendergelaafe wäre er nicht abgeneigt. „Ich bin auf jeden Fall wieder dabei. Es war wirklich ein cooles Erlebnis, ich habe zwar schon viele Adventskalender gebastelt, aber dieser gejoggte war der schrägste, schönste und anstrengendste!“