Wetter Hochwasser: Wo sich die Lage in der Pfalz entspannt, Gefahr im Saarland
[Aktualisiert: 13.51 Uhr] In der Westpfalz scheint die Hochwassergefahr gebannt, dafür könnte sich die Lage im südlichen Saarland zuspitzen. Die Warnapp Katwarn warnte am Dienstagabend vor Hochwasser am Glan und seinen Zuläufen sowie in der westlichen Südwestpfalz. Mittlerweile hat sich die Lage leicht entspannt, die Pegel fallen an fast allen Messstellen wieder.
Über Nacht hat es in der Westpfalz aufgehört zu regnen. Laut Hochwasserzentrale fällt hier der Pegel. Der Scheitelpunkt an den meisten Messstellen des Glans, der in die Nahe fließt, wurde am Mittwoch zwischen 12 und 13.30 Uhr erreicht. Nur an den Messstellen Nanzdietschweiler und Lohnweiler stieg das Wasser zu der Zeit noch. Nördlich von Lohnweiler und südlich von Nanzdietschweiler geht das Hochwasser zurück.
Am frühen Mittwochmorgen gab es noch eine Warnung für den Schwarzbach und die Orte Rieschweiler-Mühlbach, Thaleischweiler-Fröschen, Wallhalben, Hettenhausen und Obernheim-Kirchenarnbach. Aber auch dort entspannt sich die Lage. Jedenfalls fallen laut Hochwasserzentrum die Pegel der Bäche zwischen Wallhalben, Thaleischweiler und Zweibrücken. Nur am Schwarzbach zwischen Zweibrücken und Einöd im Saarland schwillt der Schwarzbach bis zu seiner Mündung in die Blies noch an. Die Auen der Blies sind überschwemmt. Das ist so gewollt, denn das mindert die Hochwassergefahr von Blieskastel bis zur Mündung der Blies, die in Saargemünd in die Saar fließt.
Im Saarland hat die Blies, die beim Hochwasser im Januar und an Pfingsten große Schäden hinterließ, an den Messstellen Hangard und Neunkirchen ihren Scheitelpunkt überschritten, ebenso der Schwarzbach in Höhe von Homburg-Einöd. Doch im weiteren Verlauf der Blies, in Blieskastel und Reinheim, steigt das Wasser weiter an, ebenso die Saar in Hanweiler, kurz nachdem sie die Blies aufgenommen hat. Hier sollen die Pegel noch weiter steigen. Die Gefahr eines kleinen bis mittleren Hochwassers besteht ganz im Süden des Saarlandes also nach wie vor.