Tennis
Herren 40 des TC Offenbach-Hundheim steigen in die Pfalzliga auf
„Wir haben vergangenes Jahr das erste Mal in der Hallenrunde im Winter gespielt und sind prompt mit null Verlustpunkten in die B-Klasse aufgestiegen“, berichtet Mannschaftsführer Kauf. In dieser Hallenrunde bleibt der Ball in der Dose, die Schläger stehen in der Ecke. „Im vergangenen Sommer haben wir in der A-Klasse auch wieder alle unsere Spiele gewonnen. Der Verband hatte diese ja aufgrund der Corona-Pandemie von Beginn an als Übergangsrunde bezeichnet“, erklärt er. Das bedeutete auch, dass zunächst offen war, wie mit Aufstiegen verfahren würde. „Nun hat der Verband bekanntgegeben, dass wir dieses Jahr im Sommer wieder Pfalzliga spielen dürfen. Wir steigen also als Meister auf, haben es nicht geschenkt bekommen.“
Sehnsucht nach Mitspielern und Trainingsplatz
Doch kommt Corona erneut dazwischen? „Ich denke, dass wir im Mai normal mit der Runde beginnen können. Bei uns ist es ja so, dass der Abstand soweit gegeben wäre, wir können das alles eigentlich gut einhalten“, meint Kauf. Auch im vergangenen Sommer sei das problemlos möglich gewesen. Auf das sonst übliche Reichen von Getränken und Speisen sei eben verzichtet worden. „Normalerweise sitzt man anschließend noch mit der gegnerischen Mannschaft zusammen“, viele Spieler kennen sich untereinander, nette Gespräche, eine abseits des Courts freundschaftliche Atmosphäre gehörten beim Tennis einfach dazu. Dass dies wegfällt, finden Kauf und seine Mannschaftskollegen schade. „Ich habe sie seit Oktober nicht mehr gesehen. Es ist natürlich eine Sehnsucht, wieder spielen zu können und sich zu treffen.“ Solange das Wetter mitspielte, waren die Herren 40 noch zu einzelnen Partien auf dem Trainingsplatz. „Wenn es jetzt wieder einige Tage hintereinander Plustemperaturen sind, könnten wir das theoretisch auch wieder in Einzeln machen.“ Ab zweistelligen Temperaturen sei es durchaus möglich, draußen zu spielen, „aber es gibt natürlich auch Spieler, die erst ab 20 Grad wieder rausgehen“, erzählt Kauf mit einem Schmunzeln.
„Jeder ist heiß, wieder in der Pfalzliga zu spielen“
Ein konditionelles Defizit für den Sommer durch die erzwungene Spiel- und Trainingspause befürchtet Kauf bei sich und seinen Kollegen aber dennoch nicht. „Im Moment geht es eben, wenn man etwas macht, nur ohne Ball. Das ist für alle Ballsportler schwierig. Aber manche fahren Fahrrad, gehen joggen“, weiß er. Und dann ist da ja auch die Hoffnung, dass die Temperaturen bald wieder Einzel-Spiele zulassen. Bis Mai sei noch genügend Zeit. „Jeder ist heiß, wieder in der Pfalzliga zu spielen.“
Die Gegner in der Liga der 4er-Mannschaften werden die SG Römerberg/Heiligenstein, der TTC TA Bann, TC Dudenhofen, TC Contwig und TC Kirchheimbolanden sein. „Wir spielen immer, um zu gewinnen. Ich denke, wir haben ganz gute Chancen, wollen erst mal die Klasse halten als Aufsteiger.“ Doch sein Team habe durchaus starke Spieler in den Reihen, Verstärkungen kamen dazu – vielleicht sei sogar ein besseres Abschneiden möglich. „Aufsteigen können wir aber sowieso nicht. Bei den 4er-Teams ist die Pfalzliga das höchste.“ Eines soll im Sommer aber auf jeden Fall vermieden werden: der Abstieg wie 2019. Damals ging es zwangsweise aus der Pfalzliga runter. „Wir konnten bei einem auf den Vatertag verlegten Spiel wegen Spielermangels nicht antreten. Ein paar Leute hatten dafür schon Urlaub gebucht.“