Kreis Kusel Hauptsache geschafft
LAUTERECKEN. Zwei Läufer aus dem Landkreis haben die fast 130 Kilometer mit mehr als 4000 Höhenmetern beim Pfälzer-Bergland-Trail komplett absolviert. Entsprechend glücklich waren Peter Pfleger (Welchweiler) und Marco Wißmann (Glanbrücken) gestern bei der Ankunft in Lauterecken.
„Da kommt der Peter und der Marco. Applaus für die Beiden“, ertönt die Stimme von Günther Bergs im Zielbereich nahe des Veldenzplatzes. Dort wurden Pfleger und Wißmann mit viel Beifall empfangen – vom Publikum und Läufern, die schon etwas früher angekommen waren. Den Lauf hat Bergs mit Unterstützung der Kreisverwaltung zum fünften Mal organisiert. „Ankommen war unser Ziel, und der Spaß an dem Lauf stand bei uns im Vordergrund“, sagt Pfleger. Für ihn war es bereits die dritten Teilnahme, während es für Lauffreund Wißmann eine Premiere war: „Im vergangenen Jahr habe ich nur am Staffelwettbewerb teilgenommen. Diesmal war es die gesamte Strecke. Und es lief besser als erwartet“, sagte er. In Norbert Fehrentz (Lauterecken) erreichte noch ein weiterer aus dem Landkreis das Ziel. Er bildete jedoch eine Staffel mit Mandy Naumann (Mögglingen). Mit dem Gesamtsieg hatten die Teilnehmer aus dem Kreis nichts zu tun. Es siegte Rainer Herberg (Mühlheim/Ruhr). Er war im vergangenen Jahr mit seiner Freundin Sabine Korz (Wachtberg) ebenfalls nur die Staffel gelaufen und hatte diese gewonnen. Diesmal sollte es die komplette Strecke sein und prompt feierte er erneut den Sieg: „Der Lauf war wieder herrlich. Mit einer schönen Landschaft und einem anspruchsvollen Profil.“ Mit dem Sieg habe er nicht unbedingt gerechnet, „denn man weiß ja nie, wer alles an den Start geht“. Für ihn war es der erste Erfolg bei einem Marathon oder Ultramarathonlauf. Wöchentlich habe er 100 Kilometer in den vergangenen Monaten zurückgelegt. Seit acht Jahren geht der 33-Jährige dem Laufsport nach und hat nach eigener Darstellung kontinuierlich seine Leistungen verbessert. Schnellste Frau mit riesigem Vorsprung war Hella Schmidt (Schwaigern). Für sie war es bereits der zweite Sieg nach 2016 bei einem Pfälzer-Bergland-Trail. Im Vorjahr war sie noch erkältet, weshalb sie nur die Staffel lief. Diesmal blieb sie von einem Infekt verschont und lief einem überlegenen Erfolg entgegen. „Schon nach dem ersten Tag hatte ich eine halbe Stunde Vorsprung“, sagt die 31-Jährige. Sie lief die Strecke mit ihrem Freund Petru Muntenasu, der unter den Männern den dritten Platz belegte. „Wir Ultraläufer sind alle etwas verrückt“, meint er. Dies unterstreicht seine kürzliche Teilnahme an der 4. Treppenhausmarathon-WM, bei der 83.808 Stufen und 7333 Höhenmeter zu bewältigen waren und wo er den zweiten Platz belegte. „Uns gefällt der Pfälzer Bergland-Trail sehr. Der Lauf ist hervorragend organisiert und es herrscht eine familiäre Atmosphäre. “, sagt Hella Schmidt. Auch sonst gab es viel Lob unter den Aktiven für den Veranstalter.