Kreis Kusel Hart und metallisch

Heavy Metal aus Kalifornien: Die Band Korn gastiert am 2. August in der Saarlandhalle.
Heavy Metal aus Kalifornien: Die Band Korn gastiert am 2. August in der Saarlandhalle.

Die Hardcorebands Whitechapel und Korn sind die Höhepunkte im Konzertangebot für August in den Saarbrücker Clubs und Hallen.

Die Band Crowbar aus Louisiana gilt als Begründer und Wegbereiter des Sludge-Stils. Schon zu Beginn der 90er Jahre zeichnete sich die Musik der vier Musiker durch extrem langsame und tiefe Gitarrenriffs aus, wie sie auch im Doom zu hören sind. An manchen Stellen kontrastieren heftige Uptempo-Hardcore-Passagen das beschauliche Tempo. Dazu singt Frontmann Kirk Windstein sehr aggressiv und rau und verleiht dem Ganzen einen pessimistischen Charakter. Heute, Donnerstag, 17. August, kommt Crowbar um 20 Uhr in den kleinen Club der Garage. Im Gepäck hat die Band die Songs der neuen, elften Studio-CD „The Serpent Only Lies“. Tickets: 22,70 Euro. Ein großartiger Künstler, Multiinstrumentalist und Produzent gastiert am Freitag, 18. August, ab 19 Uhr in der Garage. Der Kanadier Devin Townsend tourt mit einer aufwendigen Show durch Europa. Spätestens seit seiner Zusammenarbeit mit dem Gitarren-Virtuosen Steve Vai Anfang der 90er Jahre ist Townsend in der weltweiten Rockszene eine feste Größe. Mit seinen Solo-Projekten verschaffte er sich den Ruf als „verrückter Professor des Metal“. Davon zeugen seine 30 Alben, von denen jedes anders klingt. Dabei reicht sein Portfolio von extremem, experimentellem Metal bis hin zu verspielten, epischen Rock-Kompositionen. Und die setzt der 45-jährige als ebenso talentierter wie wahnsinnig erscheinender Gitarrist und Sänger bei seinen Konzerten um. Tickets: 26 Euro. Am Montag, 21. August, kommen die Begründer des Nu-Metal um 20 Uhr in die Saarlandhalle: Die Gruppe Korn revitalisierte den Heavy Metal Anfang der 90er Jahre, nachdem das Genre (nach den erfolgreichen 80ern) deutlich an Popularität verloren hatte. So zeichnet sich Korn durch stringente Härte, ein modernes Auftreten, einen eigenständigen Stil mit gut erkennbarem roten Faden aus. Sie kombiniert die Wut und Wucht brachialer Metal-Musik mit tief tönender Düsternis. Verbunden mit experimentellen Elementen aus Hip-Hop, Hardcore und Noiserock belebte Korn den Metal wieder. Drückende Gitarren, spannende Rhythmen, vor allem aber die Stimme und die Bühnenpräsenz von Sänger Jonathan Davis sorgen für den Energieschub. Mehr als 35 Millionen verkaufte Platten und zwei Grammys untermauern den Erfolg der Band aus Kalifornien. Aktuell ist Korn mit dem zwölften Album „The Serenity of Suffering“ unterwegs. Im Vorprogramm spielt Caliban. Die Band gilt seit 20 Jahren als einer der wichtigsten deutschen Vertreter des Metalcores und vermischt Elemente des Extreme Metals und des Hardcore Punks zu einer deutschen Variante des New Wave of American Heavy Metal. Extrem harte Riffs und rasante Rhythmen, dazu politische Themen und Gesellschaftskritik sind die Markenzeichen der Band. Tickets: 54,50 Euro. Die Band Whitechapel benennt sich nach dem Londoner Stadtteil, in dem Jack the Ripper seine Verbrechen begangen hat. Am Mittwoch, 23. August, kommt die Gruppe um 19.45 Uhr in die Garage. Gegründet wurde die Band im Februar 2006 von Sänger Phil Bozeman sowie den Gitarristen Brandon Cagle und Ben Savage. Nachdem die weiteren Bandmitglieder gefunden wurden, erhielt Whitechapel schnell Plattenverträge, infolge derer ein viel beachtetes Debütalbum erschien. Die Band spielte auf den ersten beiden Alben vorwiegend Deathgrind und Deathcore-Songs. Seit dem Album „A New Era of Corruption“ geht es in Richtung moderner Death Metal. Dabei bezeichnen die Musiker ihr neues Album „Mark of the Blade“ als melodischer, rhythmischer und dynamischer als die vorgehenden Werke. Im Vorprogramm sind die beiden Bands Aversions Crown und Within the Ruins zu sehen. Tickets: 24,85 Euro. Der August endet mit einem Metalcore-Konzert im kleinen Club. Die Band Bury Tomorrow gastiert dort am Freitag, 25. August, um 20 Uhr. So nutzt die Band sowohl Growl- und Scream-Gesänge als auch eine rauchige, klar gesungene Stimme von Gitarrist Jason Cameron. Beides verleiht den Songs Eingängigkeit und Abwechslungsreichtum. Nachvollziehbare Hooklines und markante Breakdowns setzen Akzente. 2014 erlebte die Band ihren Durchbruch mit der Platte „Runes“, die Platz eins in den englischen Rock-Charts sowie Platz 40 in den Mainstream-Charts erreichte. Momentan ist Bury Tomorrow mit dem aktuellen Album „Earthbound“ unterwegs. Im Vorprogramm spielt Jasta, das Solo-Projekt von Hatebreed-Frontmann Jamie Jasta. Tickets: 23,70 Euro.

Mehr zum Thema
x