Kreis Kusel
Handball: Verbandsligist HWE Erbach-Waldmohr schlägt TuS Brotdorf II mit 33:32
Die HWE Erbach-Waldmohr macht weiter wie gehabt und lässt in eigener Halle nichts anbrennen. Die Heimdominanz des Handball-Verbandsligisten ist beeindruckend. Beim 33:23 (17:9)-Erfolg gegen den TuS Brotdorf II bot das Team um Trainer Daniel Thum am Samstagabend eine überzeugende Leistung. In der Tabelle bleibt die HWE auf Rang sieben.
Ganz anders war es noch im Hinspiel gelaufen: Damals hatte der frischgebackene Aufsteiger aus Waldmohr eine deftige 24:32-Pleite einstecken müssen – aber das war eben auch keine Heimpartie. Die bisherige Spielzeit offenbart nämlich zwei Dinge: neben der beeindruckenden Heimstärke eine geradezu eklatante Auswärtsschwäche.
Und so konnte eigentlich gar nichts schiefgehen am Samstag. Da empfing die HWE im Sportzentrum Erbach, der zweiten Heimspielstätte neben der Waldmohrer Rothenfeldhalle, den Tabellenzehnten aus Brotdorf. Vor heimischer Kulisse läuft es einfach. Auch Daniel Thum war mit dem Spielverlauf sichtlich zufrieden und bestätigte dies nach der Partie mit einem breiten Lächeln im Gesicht: „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich gut gespielt.“
Noch immer lange Verletztenliste
Gerade in Teil eins der Partie verteidigten die Hausherren vorbildlich. Die Abwehr stand gut und verschob konsequent. Damit blieb den Angreifern der Gastmannschaft wenig Raum für klare Durchbrüche. Kamen sie doch mal zum Wurf, dann geschah dies oftmals überhastet, weil Zeitspiel drohte. Daher gelang es den HWE-Schlussmännern vielfach, die Würfe zu entschärfen. Mit Ausnahme der Startphase gelang es Brotdorf nicht, an die Leistung aus dem Hinspiel anzuknüpfen. Zwar ließ auch die HWE einige Torchancen liegen, doch hatte sie die Partie insgesamt gut im Griff und setzte sich bis zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff klar ab (14:6).
Auch nach dem Wechsel hielten die Waldmohrer ihre Gäste auf Distanz und bauten ihre Führung in der 43. Minute sogar kurzzeitig auf elf Treffer aus (25:14). Die Schiedsrichter hatten dank zweier vorbildlich agierender Mannschaften wenig Mühe mit der Partie. Und so durfte Thum nach der Schlusssirene nicht nur aufgrund des 33:23-Erfolges seines Teams erleichtert dreinblicken: „Jeder Spieler hat heute Spielzeit bekommen, und keiner hat sich verletzt.“ Mit Blick auf die aktuell doch recht umfangreiche Verletztenliste der HWE ein weiteres positives Ergebnis des Abends.
Abstiegskampf kein Thema mehr
Nach dem Heimtriumph hat die Mannschaft nun ein ausgeglichenes Punktekonto von 13:13 und belegt den siebten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Rang zwei beträgt in der ausgeglichenen Liga gerade mal vier Zähler. Thum allerdings unterstreicht: „Der Aufstieg war von Anfang nicht geplant.“ Der Klassenverbleib dagegen ist schon so gut wie in trockenen Tüchern: Die HWE ist nun acht Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. „Wir werden uns jetzt auf die individuelle Weiterentwicklung eines jeden Spielers konzentrieren“, gibt der Coach das vorrangige Ziel bis zum Ende der Spielzeit aus.
Für die HWE, die in sieben Heimpartien sechs Siege einfahren konnte, steht am Samstag, 1. Februar (17 Uhr), wieder eine Auswärtsaufgabe an. Beim Tabellenvierten HSG DJK Nordsaar II hängen die Trauben hoch – zumal es in bislang sechs Auswärtsauftritten gerade mal zu einem einzigen mageren Pünktchen gereicht hat.