Kreis Kusel
Handball: Schwacher Gegner lässt die HWE weiter vom vorzeitigen Klassenverbleib träumen

Die HWE Waldmohr-Erbach hat einen weiteren Sieg in der Handball-Verbandsliga Saar eingefahren. Gegen die schwachen Gäste des RW Schaumburg konnte die Mannschaft von Trainer Daniel Thum über weite Strecken spielerisch überzeugen. Am Ende hieß es 33:22 (16:8) für die Hausherren, die damit zwei weitere Zähler auf ihrem Punktekonto verbucht und auf den fünften Platz kletterten.
„Insgesamt haben wir mit 33 Treffen zu wenige Tore erzielt und mit 22 Gegentreffern zu viele Tore kassiert“, lautete das kritische Fazit von Daniel Thum, Trainer der HWE, nach der Partie. „Dennoch“, besänftigt er, „bin ich mit dem Spielverlauf recht zufrieden. Es ist nicht einfach, gegen eine Mannschaft zu spielen, die sich bereits sehr früh im Match aufgegeben hat.“
Er spielte dabei auf die 15. Spielminute an. Janosch Kessler, der kurz zuvor eine Zwei-Minuten Zeitstrafe verbüßt hatte, wurde vom eigenen Torwart geschickt in Szene gesetzt, tauchte dadurch frei vorm gegnerischen Tor auf und traf zur 6:2-Führung. Die anfängliche Gegenwehr des RWS kam anschließend nahezu zum Erliegen.
Aggressiv und temporeich
Die Hausherren hinterließen dabei vor allem in der ersten Halbzeit den deutlich frischeren und konzentrierteren Eindruck. Aus einer aggressiven und sehr beweglichen Abwehr heraus, gepaart mit temporeichem Angriffsspiel, erzielten sie Tor um Tor und erarbeiteten sich schnell einen komfortablen Neun-Tore-Vorsprung. Bei einem Zwischenstand von 16:8 ging es in die Pause.
Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst am Spielverlauf kaum etwas. Erbach-Waldmohr dominierte weiterhin das Geschehen und provozierte die stellenweise sehr pomadig agierenden Gäste immer wieder zu leichten Ballverlusten. Auch ein zeitweiliger Strategiewechsel des RW Schaumberg hin zur Manndeckung brachte nicht die erhoffte Wende.
Weckruf des Trainers
Zwar ließ Thums Truppe Mitte der zweiten Hälfte das Spiel ein wenig schleifen, was dazu führte, dass bei den Gästen ein wenig Hoffnung aufkam, als diese mit einmal zwei und einmal drei Tore in Folge kurzzeitig ein wenig Anschluss fanden. Trainer Thum setzte daraufhin jedoch seine grüne Auszeitkarte taktisch klug ein und forderte seine Mannschaft auf, wieder zum konzentrierten Handballspiel zurückzukehren. Mit Erfolg: Obwohl es die HWE versäumte, in den letzten Minuten den Vorsprung weiter auszubauen, gelang ihr locker der zweite Heimsieg binnen acht Tagen.
Das letzte Spiel in diesem Jahr bestreitet die HWE beim HC Schmelz. Zu beachten ist, dass das Auswärtsspiel aufgrund des Legendenspiels für den früheren Niederwürzbacher Nationalspieler Christian Schwarzer, bei dem sich zwei Allstar-Teams (Deutschland und Saarland) am Sonntag im Sportzentrum Homburg-Erbach gegenüberstehen, auf den Donnerstag vorverlegt wurde.
So spielten sie
HWE: Mathei, Jacobsen – Marx (6), Kessler (9), Eder (6), Georg, Kilthau, Knehr (1/1), Neuhäuser, Omlor (4), Klein (3), Fuchs
Spielfilm: 1:2, 5:2, 7:2, 9:5, 11:6, 14:7, 18:8, 21:11, 24:14, 28:17, 30:18, 33:20, 33:22