Fußball
Hüffler/Wahnwegen braucht Punkte im A-Klasse-Derby mit dem FV Kusel
„Wir müssen aufpassen, nicht noch hinten rein zu rutschen“, hatte Kusels Trainer Marcel Ohlrich noch vor ein paar Wochen gesagt und die Mannschaft seinerzeit auch für eine schwache Trainingsbeteiligung kritisiert. Ob sich letzteres gebessert hat, darüber wollte er nun keine Angaben machen. Immerhin aber gab es im März wichtige Siege gegen Steinwenden II (5:1) sowie beim SSC Landstuhl (6:1) wodurch der FVK sich aktuell auf Rang sechs in der A-Klasse hält und der Ligaverbleib wohl nur noch theoretisch in Gefahr geraten sollte. „Mit Ausnahme des Spiels gegen Queidersbach war das spielerisch zuletzt auch ganz gut. Ich denke, da haben wir das Bestmögliche aus der Situation gemacht“, gibt Ohlrich insofern nicht unzufrieden zu Protokoll.
Für die letzten Wochen der Saison gelte es nun, „dass wir die noch ausstehenden Spiele so gut es geht über die Bühne bringen“. Ob das auch gelingt? Was den personellen Sektor betrifft, hat Marcel Ohlrich da so einige Sorgenfalten, denn „da sieht es bei erster wie zweiter Mannschaft sehr bedenklich aus“. Nichtsdestotrotz hat man sich für das Duell gegen die SG Hüffler/Wahnwegen auch noch so einiges vorgenommen, wie Marcel Ohlrich sagt: „Es ist ein Derby, für Hüffler geht es um alles, die sind sicher heiß wie Frittenfett. Für uns gilt es da, alles dagegenzusetzen und einen Sieg zu holen. Alles andere zählt nicht.“
Bedrohliche Lage im Tabellenkeller
Als eine letzte Chance im Kampf um den Klassenverbleib sieht SG-Spielertrainer Viktor Luks das Duell am Sonntag noch lange nicht: „Es sind auch danach noch einige Spiele zu absolvieren.“ Und der Glaube, die Liga halten zu können, ist im SG-Lager auch weiterhin da. „Dafür werden wir alles tun“, so Luks.
Verhehlen kann aber auch er nicht, dass die Lage im Tabellenkeller so langsam immer bedrohlicher wird. 17 Punkte hat seine Mannschaft auf der Habenseite, nur das bessere, jedoch nicht relevante Torverhältnis, trennt die SG von Schlusslicht VfB Reichenbach II, davor sind aber zumindest die Mannschaften aus Landstuhl (20 Punkte) und Miesau (21) noch in unmittelbarer Reichweite. Und im derzeit vielleicht nicht ganz so wahrscheinlichen, aber besten Fall müssten ja „nur“ zwei Mannschaften in die B-Klassen absteigen. Im „worst case“ hingegen fünf.
Personalprobleme
Analog zu seinem Kollegen aus Kusel hat auch Viktor Luks aktuell mit mehr oder weniger starken Personalproblemen zu kämpfen. „Unser Co-Kapitän Lukas Weigel, Kenny Metzger, der nach seiner Rückkehr im Winter einen starken Eindruck gemacht hat und sich in Kottweiler schwer im Gesicht verletzt hat oder auch Johannes Böshar mit schwerer Fußverletzung fallen allesamt langfristig aus. Und die Liste geht noch weiter“, erklärt der Coach. Deswegen aber Trübsal blasen? Nicht mit Viktor Luks: „Wir haben einen großen Kader. Jetzt müssen die in die Bresche springen, die zuvor nicht ganz so zum Zug kamen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, sich zu zeigen. Insofern werden wir am Sonntag nach Form, Leistung und Trainingsbeteiligung aufstellen.“
Und dann hofft er, „dass wir die Punkte in Hüffler behalten“. Jedoch seien die Spiele gegen den FV Kusel „immer unangenehm und mit Emotionen verbunden“, wenngleich man sich „auch auf das Spiel freut, weil man sich untereinander gut kennt“.