Kreis Kusel Gutes in Wort und Melodie
Das Veldenz-Gymnasium Lauterecken hat am Montag in die evangelische Kirche Lauterecken zum abwechslungsreichen Weihnachtskonzert mit Gesang, Gedichten und Geschichten eingeladen. Musiklehrerin Natalie Engeldinger feierte dabei ihr Konzertdebüt in Lauterecken, unterstützt von Schülern und Kollegen vor vollem Haus.
Schon früh am Abend war die mit zahlreichen Kerzen dekorierte und im Altarraum bunt illuminierte Kirche voll besetzt. Der Chor des Gymnasiums eröffnete das kurzweilige Programm mit dem allseits bekannten „Es ist ein Ros entsprungen“. Es folgte das nicht minder bekannt „Jingle Bells“ in deutscher und englischer Version von Siebtklässlern, die auch einige weihnachtliche und winterliche Gedichte präsentierten. Ihre Gedanken zum Fest brachte Neuntklässlerin Joana Lang in Gedichtform zum Ausdruck. Als erste Solistin des Abends präsentierte Mira Lanzer „People help the People“ von Birdy, welches passend zum Fest der Liebe davon handelt, jenen die Hand zu reichen, die am Boden sind. Da das Jahr sich dem Ende zuneigt, präsentierten Schülerinnen der 9b „Another Year has gone by“ von Celine Dion. Durch den „weißen Winterwald“ führte der Chor musikalisch und bot mit „Carol of the Bells“ ein typisches englisches Weihnachtslied, bevor ein Flöten-Ensemble um Musiklehrerin Helena Giegerich Gustav Holsts „In the bleak Midwinter“ präsentierte. Zum Nachdenken brachten Sarah Kriese und Leonie Ludwig das Publikum mit ihren Gedanken zum Thema Wettbewerb. Dieser könne Dinge beschleunigen, aber habe auch immer Gewinner und Verlierer. Wer hat die meisten Freunde? Die besten Noten? Das tollste Weihnachtsgeschenk? Die Schülerinnen riefen auf, an Weihnachten die Wettbewerbe mal ruhen zu lassen, denn das Ergebnis könne dann viel besser sein. Da man sich in der Kirche zusammengefunden hatte, durfte auch ein Stück an der Orgel nicht fehlen. Musiklehrer Ulrich Königstein präsentierte „Andante tranquillo“ aus der A-Dur-Sonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Im Englischunterricht hatte die 10a die deutsch-englische Erzählung „The Christmas Present“ aufbereitet. Die Geschichte von dem jungen, finanziell schlecht gestellten Ehepaar Della und Jim zeigte, dass das Schenken nicht das Wichtigste ist und man lieber dankbar sein sollte für das, was man hat. „Do you have Room“ von Shawna Edwards, präsentiert von Samira Bauer, stellte die Frage, ob man bereit sei, jemanden aufzunehmen. Passend dazu hatten Leonie Ludwig, Leonie Weiser und Lea Salzmann bei „Die Herberge“, verändert nach Hans Bender, die Geschichte um Maria und Josef kurz skizziert und in die Moderne übertragen. Da ärgerte sich der Protagonist zunächst, dass die Eltern an Weihnachten neue Gäste aufgenommen hatten. Doch dann feierte man gemeinsam Weihnachten und stellte fest, dass es schwer ist, das Gute, von dem man hörte, auch in die Tat umzusetzen. Solistin Lorina Heß überzeugte mit „Oh my Believer“ der Twenty One Pilots, bevor die siebte Klassenstufe mit einer veränderten Version von „Als ich bei meinen Schafen wacht“ das Programm schloss. Schulleiter Stefan Weber gratulierte Engeldinger zum „abwechslungsreichen und wunderbaren“ Debüt in Lauterecken, welches sie trotz Krankheit mit Bravur bestritten habe. Diese dankte Kollegen und den vielen Schülern, die als Akteure, Techniker und Moderatoren zum Gelingen beitrugen. Bernd Gilcher, der Präsident des Lions Club Kusel, nutzte die Gunst der Stunde und berichtete, dass in diesem Jahr die weiterführenden Schulen des Kreises vom dem Losverkauf des Clubs profitieren. Außerdem übergab er Geldpreise an die Schülerinnen, die Entwürfe für das Titelblatt des Loses eingereicht hatten, das nun die Zeichnung von Natalie Domanski ziert. Den Schlusspunkt des rund eineinhalbstündigen Konzerts setzte das von allen Anwesenden gemeinsam gesungene „O du fröhliche“. Eine Besucherin wunderte sich danach zwar ein wenig, dass recht wenige bekannte Weihnachtslieder gesungen worden waren, aber das sei eine schöne Überraschung gewesen.