Kusel Gesundheitsamt öffnet seine Tür: Warum Besucher sich nicht langweilen mussten

Ob das Gesundheitsamt auch im nächsten Jahr wieder seine Tür fürs Publikum öffnet?
Ob das Gesundheitsamt auch im nächsten Jahr wieder seine Tür fürs Publikum öffnet?

Zum ersten Mal hat das Gesundheitsamt in Kusel Interessierten Einblicke in die Behörde ermöglicht . Was den Besuchern an diesem Tag geboten wurde.

Das Robert-Koch-Institut hat 2019 erstmals den Tag des Gesundheitsamts ausgerufen – er fällt auf den 19. März und wurde in diesem Jahr erstmals auch in Kusel begangen: Zu dem Anlass lud das Amt für den Nachmittag alle ein, die Interesse an der Arbeit der staatlichen Behörde zeigen. An verschiedenen Stationen präsentierten unterschiedliche Fachbereiche ihre Arbeit, klärten über gesundheitliche Risiken und empfohlene Verhaltensweisen auf und ermöglichten damit einen niedrigschwelligen Zugang zum komplexen Thema der Gesundheit auf gesellschaftlicher Ebene.

„Wir waren ein wenig aufgeregt“

Andrea Missal, Amtsleiterin und Ärztin, erklärte im RHEINPFALZ-Gespräch: „Wir waren im Vorhinein ein wenig aufgeregt. Alle haben sich große Mühe gegeben und auf den Tag gefreut.“ Diese Bemühungen waren definitiv spürbar. Alle Gesundheitsamtsmitarbeiter traten äußerst freundlich und hilfsbereit auf und gaben ihr Bestes, den Besuchern die eigene Tätigkeit verständlich zu erklären. Das ist von hoher Relevanz, denn, so erklärte es Missal, bestehe in Teilen der Bevölkerung ein falsches Bild vom Gesundheitsamt als allein autoritäre und strafende Organisation, die offensiv in das Leben der Bürgerinnen und Bürger eingreife. Das passe jedoch nicht zum Selbstverständnis der Behörde. Diese übe nicht zuletzt eine beratende Funktion aus, um eine bestmögliche gesundheitliche Lage für die Bevölkerung zu schaffen.

Die Gründlichkeit des Händewaschens war eines der Themen bei dem Aktionstag.
Die Gründlichkeit des Händewaschens war eines der Themen bei dem Aktionstag.

Klar wird das auch durch die Tatsache, dass, sofern nicht gerade eine pandemische Notlage besteht, bloß eine einzige Gesundheitsamtsmaßnahme verpflichtend ist – nämlich die Schuleingangsuntersuchung, die durch spielerische Tests feststellt, ob ein junger Mensch in der Lage ist, mit den Anforderung eines Schulbesuchs fertig zu werden. Und auch hier gibt das Amt bloß eine ärztliche Empfehlung aus, die abschließend von der Schule bewertet wird.

Hierzu präsentierte eine Ärztin kindgerecht die Untersuchung – wenngleich aus Fairnessgründen nicht die tatsächlich gestellten Aufgaben drankamen. Aber auch darüber hinaus gab es einige interaktive Stationen, die dafür sorgten, dass sich junge wie alte Besucher nicht langweilen mussten. So konnten etwa auf verschiedenen Pads die eigene Balance getestet werden – für so manchen war das mit negativen Überraschungen angesichts der eigenen Fähigkeiten verbunden. Mittels fluoreszierendem Material konnte außerdem die Gründlichkeit beim Händewaschen überprüft oder durch das Aufsetzen einer Brille der Effekt von Alkoholkonsum auf die Wahrnehmung simuliert werden.

Erfolgreicher Aktionstag

Der Tag kann als Erfolg verbucht werden: So mancher Kuseler hatte seinen Weg in die Kreisverwaltung gefunden – und alle wirkten zufrieden mit dem, was sie dort vorfanden. Kreissprecherin Karla Hagner konnte auf Nachfrage der RHEINPFALZ, ob der Aktionstag erneut durchgeführt wird, dies noch nicht hundertprozentig bejahen, ließ aber anklingen, dass eine Wiederholung durchaus denkbar sei.

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