Kreis Kusel Gestatten, SG Veldenzland!

Im vergangenen Sommer feierte Lauterecken den – vorerst – letzten Aufstieg als „SV Veldenz“. Ab der kommenden Saison geht’s geme
Im vergangenen Sommer feierte Lauterecken den – vorerst – letzten Aufstieg als »SV Veldenz«. Ab der kommenden Saison geht’s gemeinsam mit dem SV Medard unter dem Namen SG Veldenzland an den Start.

LAUTERECKEN/MEDARD. Es ist so gekommen, wie es sich bereits angedeutet hatte: Die neue Spielgemeinschaft aus SV Medard und SV Lauterecken, die ab der kommenden Saison an den Start gehen wird, tritt im benachbarten Fußballkreis Bad Kreuznach an. Auch der Name des kombinierten Teams steht fest: SG Veldenzland.

Nachdem um den Jahreswechsel und zu Beginn des neuen Jahres noch einige Formalitäten erledigt werden mussten, ist nun alles klar: Die große Spielgemeinschaft kommt, die Sportvereine aus Medard und Lauterecken geben ihre fußballerische Eigenständigkeit auf. „Wir waren ja schon ein, zwei Jahre auf der Suche nach einem SG-Partner“, berichtet Lautereckens Sportchef Markus Heil. Es sei von Spielzeit zu Spielzeit schwieriger geworden, den Spielbetrieb mit zwei Mannschaften aufrechtzuerhalten. Mitte Dezember sei dann Medars Vorsitzender Bernd Deutschler mit der Idee einer Spielgemeinschaft auf den SV Veldenz zugekommen. „Seine Ideen gefielen uns von Anfang an, und so wurden dann im Januar weitere Gespräche geführt“, schildert Heil, der mit einem Augenzwinkern aber auch gesteht, „dass es mit Bernd einige, hitzige Diskussionen gab, bei denen wir uns öfter die Zähne ausgebissen haben“.

Frage nach sportlicher Leitung beantwortet

Auf einem Namen für die neue Spielgemeinschaft haben sich SV Medard und SV Lauterecken geeinigt: Die „SG Veldenzland“ wird die fußballerische Landkarte ab Anfang Juli bereichern. Bereits angedeutet hatte sich, dass dieser neue Zusammenschluss im Fußballkreis Bad Kreuznach an den Start gehen wird – und dort zunächst in der A-Klasse, also der Spielklasse, in der beide Mannschaften derzeit angesiedelt sind. „Natürlich wären wir gerne im Kreis Kusel-Kaiserslautern geblieben. Aber letztlich hatte Medard da die besseren Argumente in Form der kürzeren Anfahrtswege sowie der Mehrzahl an Derbys wie auch der größeren Spieleranzahl“, sagt Markus Heil. Ebenso wie die Frage nach dem Namen ist auch jene nach der sportlichen Leitung beantwortet – und das, zumindest auf den ersten Blick, durchaus vielversprechend. Wie berichtet, bleibt Dominik Schunck, aktuell noch in Medard gemeinsam mit Dominik Lenz für die Aktiven verantwortlich, als Co-Trainer mit an Bord. Neuer Spielertrainer wird Christoph Lawnik, der derzeit noch beim Landesligisten SG Meisenheim spielt. Bis Mitte 2017 hatte Lawnik die Meisenheimer auch selbst gecoacht. Zuvor war der aus Lauterecken stammende 33-Jährige unter anderen in der Regionalliga beim SC Idar-Oberstein am Ball gewesen.

Ziel: Aus Mannschaften Einheit machen

Obwohl der Verband den Vereinen mittlerweile die Möglichkeit einräumt, bei einem Zusammenschluss zweier (oder mehrerer) Vereine die Spielerpässe nicht mehr auf einen federführenden Verein umschreiben zu müssen, geht man in Lauterecken und Medard den konventionellen Weg – sprich: Alle Pässe laufen ab Juli auf den SV Medard. Dies wiederum kann durchaus als Hinweis darauf verstanden werden, dass sich die SG Veldenzland so einiges zutraut. Denn die sogenannten „Spielgemeinschaften neuer Art“ werden nur bis zur A-Klasse genehmigt. „Dann könnten wir nicht aufsteigen“, kommentiert Markus Heil die Entscheidung. Der designierte Co-Trainer will aber zunächst mal kleine Brötchen backen: „Erstes Ziel sollte es sein, aus den Mannschaften eine Einheit zu machen“, sagt Dominik Schunck. Allerdings weiß er auch: „Der sportliche Erfolg ist dann auch davon abhängig. Natürlich wollen wir als Trainer – und die Spieler sicher auch – das Bestmögliche rausholen.“ Übrigens: Nach dem sich der SV Lauterecken im Dezember von Coach Valon Lukaj getrennt hatte, übernimmt Ilir Spahiu, der bereits im Kader der Veldenzstädter steht, für den Rest der Saison das Amt des Spielertrainers, wie Heil mitteilt. Er selbst werde Spahiu so gut es gehe unterstützen, sei aber zeitlich „arg eingespannt“.

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