Steinbach Gemeinde tritt Forstzweckverband bei
Insbesondere hatte den Rat die Frage beschäftigt, warum kleinere Wälder mit deutlich geringeren Holzerlösen in der Verbandsordnung teilweise höherwertig eingestuft werden als der fast 100 Hektar große Waldbesitz der Steinbacher.
Förster Bonin verdeutlichte, dass die Holzbodenfläche und der sich daraus ergebende Hiebsatz nur ein kleiner Bestandteil der Wertermittlung eines Waldes darstelle. Der Wert der Baumbestände werde mit Hilfe sogenannter Alterswertfaktoren bestimmt.
Soll heißen: Die Marktwerte jüngerer, noch nicht hiebreifer Baumbestände werden bei der Wertermittlung in Relation zu hiebreifen Beständen gebracht. Ebenso würde ökologischen Betrachtungen bei der Wertermittlung immer größere Bedeutung zugemessen. Zusätzlich beurteilt werde aber auch der Erholungswert für den Menschen sowie der Wald als Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten, erläuterte Revierförster Bonin.
Wald erzielt Überschuss
Ebenfalls stimmte das Gremium dem Forstwirtschaftsplan des laufenden Jahres zu. Aus dem Holzverkauf erwartet Bonin Einnahmen von rund 29.500 Euro. Nach Abzug aller Kosten bleibt der Gemeinde ein Überschuss von 1700 Euro. Weiter stimmte das Gremium dem Vorschlag des Försters zu, eine etwa ein Hektar große, durch Borkenkäfer und Trockenheit nicht mehr zu rettende Waldfläche neu aufzuforsten. Neben den bereits veranschlagten 3500 Euro sollen nochmals 1000 Euro aus der vom Bund zu erwarteten Nachhaltigkeitsprämie – circa 10.000 Euro – bereitgestellt werden.