KÖRBORN
Gemeinde macht in beiden Jahren wieder Minus
Einen Doppelhaushalt bekam auch die Gemeinde Körborn in diesem Jahr verpasst und bedingt durch Einschränkungen, die Corona auflegte, konnte erst jetzt darüber beraten werden. Norman Kennel, Sachbearbeiter in der Verbandsgemeindeverwaltung, legte den Entwurf den Ratsmitgliedern vor und diese genehmigten die Pläne auch, obwohl nur über weitere Schulden abgestimmt wurde. So schließt der Ergebnishaushalt im Jahr 20 mit einem Fehlbetrag von rund 94.000 Euro, der Finanzhaushalt mit einem solchen von 61.000 ab. Auch im Jahr 2021 sieht es nicht viel besser aus: 61.000 und 57.000 Euro.
Investitionen werden durch Kredite finanziert, dazu sind in diesem Jahr 75.000 und im nächsten Jahr 229.000 möglich, dann steht ein Feldwegeausbau an. Investitionskredite werden jedoch erst dann aufgenommen, wenn die Maßnahmen konkret werden. Natürlich müssen auch die Anteile am Kindergarten in Dennweiler-Frohnbach gezahlt werden. Für die Friedhöfe sind in den beiden Jahren rund 6000 Euro vorgesehen, ebenso für die Gemeindestraße und das Gemeinschaftshaus. Die größten Ausgabeposten sind jedoch die Kreis- und Verbandsgemeindeumlage.
Gemeinden unterfinanziert
Verbandsbürgermeister Stefan Spitzer, bemängelte, dass die Unterfinanzierung der Gemeinden weiterhin das wichtigste Thema bleibt. Keine Gemeinde könne ihren Haushalt mehr ausgleichen, der kommunale Entschuldungsfond laufe 2025 aus, die Situation habe sich aber in den 15 Jahren nicht verändert. Er ging auch auf die Situation der neuen Verbandsgemeinde ein: Es wurden zwar auch schon einige Stellen gestrichen, aber auch neue installiert, so beispielsweise der Wirtschaftsmanager.
Weitere Themen
- Am Spiel- und Festplatz im Körborner „Grund“ möchte die Gemeinde einen Mehrzweckbau errichten, der die Holzhütte der Feuerwehr ablösen soll. Für Ortsbürgermeister Marcel Müller gehören dazu eine Toilettenanlage, Lagerraum, nach Möglichkeit eine überdachte Sitzmöglichkeit. Für die Planung sind bereits Mittel im Haushalt eingestellt. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe aus sechs Ratsmitgliedern zur weiteren Aufstellung, die in eine Bau-Voranfrage münden soll.
- Für den „Lichtenberger Friedhof“ kurz vor Burg Lichtenberg, der seit vergangenem Jahr als „Baumfriedhof“ gut angenommen wird, soll eine Lautsprecheranlage gekauft werden. Es wird eine Akkuanlage sein, weil kein Stromanschluss vorhanden ist. Müller hat sich umgeschaut und eine Möglichkeit für etwa 900 Euro gefunden, die seinen Vorstellungen entgegenkommt. Aus dem Ort ist bereits eine Spende von 100 Euro eingegangen.
- Die Feldwege müssen wieder freigeschnitten werden, das erledigt die gleiche Firma wie in den Vorjahren, beschlossen die Ratsmitglieder. Ein Verkehrsspiegel verbessert die Übersichtlichkeit an der Einmündung der Römerstraße in die Hauptstraße.