Kreis Kusel FUSSBALL IM FOKUS

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Da war sie fast wieder, diese B-Klasse Nord mit ihren kuriosen und verrückten Ergebnissen. Wer vor der Partie von Tabellenführer SG Hüffler/Wahnwegen gegen Abstiegskandidat SG Glanbrücken/St. Julian eine spannende Angelegenheit angekündigt hätte, er wäre mit Sicherheit milde belächelt worden. Doch dann gibt es bereits in der sechsten Minute eine rote Karte gegen den Favoriten, es steht bis in die Nachspielzeit 0:0, es folgt eine Ampelkarte gegen die Gäste, und die Einheimischen kommen durch Marc Knapp ganz knapp doch noch zum wichtigen Sieg. „Da wurde mal wieder die alte Fußballer-Weisheit bestätigt: Stehst Du vorne, hast Du das Glück. Stehst Du hinten, hast du es eben nicht“, haderte Gästecoach Harry Kihl hernach. Ein witziges Anekdötchen überlieferte der für das Spiel der ersten Mannschaften angesetzte Schiedsrichter Bastian Barth von der Reservebegegnung des TV Grumbach gegen die SpVgg Schrollbach: Während seines Aufwärmprogramms wurde Barth Zeuge eines Gesprächs zweier Abwehrspieler des TV. „Wir können nicht immer auf Abseits spielen“, sagte ein TVG-Akteur zum anderen, wohl darauf abzielend, dass man zuvor schon das eine oder andere Gegentor auf diese Art und Weise kassiert hatte. Doch sein Mannschaftskamerad fand offenbar das passende – wenn nicht gar unschlagbare – Argument pro Abseitsfalle, antwortete: „Wer kommt denn von uns noch mit? Abseits ist doch unsere einzige Chance.“ Wie die Grumbacher Zweite es in der Folge mit der Abseitsfalle gehalten hat, ist nicht überliefert. Geholfen hat es indes nichts: Das Spiel endete 9:1 für Schrollbach. Zwei schöne Begebenheiten vom Jugendfußball runden den heutigen Wochenend-Rückblick ab. Dritter gegen Zweiter hieß es am Samstag beim Spitzenspiel der E-Jugend-Kreisliga 1 zwischen dem JFV Sickingen und der TSG Burglichtenberg (1:4), es ging um die Teilnahme am Halbfinale um die Kreismeisterschaft. Es erschien kein Schiedsrichter, der einheimische Betreuer stand alleine da und verzichtete so auf das Vorrecht zum Pfeifen. Bernd Voigt von der TSG übernahm den Job und machte das tadellos. Noch bemerkenswerter allerdings die Szenen vor dem Spiel. „Die befreundeten Teams bildeten vor dem Spiel gemeinsam einen Kreis, beglückwünschten sich für die gute Saison und wünschten sich viel Glück für das anstehende Spiel. Respekt und Fair Play, so macht Fußball Spaß“, berichtete TSG-Trainer und Jugendleiter Thomas Korn hinterher. Fast ausschließlich aus Anfängerinnen besteht das vor der Saison gegründete C-Juniorinnen-Team der SpVgg Rehweiler-Matzenbach. Dass aller Anfang schwer ist, musste die Mannschaft erfahren. Es setzte manch hohe Niederlage, doch die Truppe ließ sich nicht hängen – und wurde am Samstag endlich belohnt: Beim Heimspiel gegen den SV Ixheim gab es ein 2:1 und endlich drei Zähler. „Da wurden wir für das Engagement und den Trainingsfleiß auch einmal in Form von Punkten belohnt“, berichtete die glückliche Trainerin Luisa Sander. Gefeiert wurde bis zum späten Abend bei einem Grillfest am Sportplatz.

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