Kreis Kusel Fussball im Fokus

Fangen wir heute mal mit einer kleinen, statistischen Spielerei an, die man mit einem Schmunzeln auf den Lippen „genießen“ kann und darf. Frage: Was hat die SG Krottelbach/Frohnhofen/Langenbach, was alle anderen aktiven Mannschaften im Kreis Kusel nicht haben? Nein, nicht den längsten Namen! Antwort: kein einziges Remis in der aktuellen Meisterschaftsrunde.
Jeweils elfmal verließen die „Krofrolas“ als Sieger und Verlierer den Platz. Das Torverhältnis von 65:53 – lediglich bei Spielen mit Beteiligung von Spitzenreiter SG Hüffler/Wahnwegen (124 Tore gesamt) und Schlusslicht SV Kaulbach-Kreimbach (152) fallen mehr Treffer – belegt zudem, dass die Spiele der SG bei durchschnittlich über fünf Treffern pro Begegnung überaus unterhaltsam zu sein scheinen. Um überhaupt das letzte Unentschieden in der SG-Historie zu finden, musste noch etwas länger gesucht werden. Es war am 27. Oktober 2012 ein 2:2 in der damals noch Kreisklasse Nord genannten Liga gegen den SV Hefersweiler. Seither gab es insgesamt 37 Meisterschaftsspiele ohne Punkteteilung.
Blickt man auf die Tabelle der B-Klasse Süd, wird schnell deutlich, wie nötig der Sieg der SG Gries/Steinbach am Sonntag gegen die zweite Mannschaft des SV Rodenbach war. Dass dieser mit 8:3 noch überaus deutlich ausfiel, dürfte zunächst einmal eine positive Randnotiz sein. Ohne diese drei Punkte wäre die SG nämlich sogar auf den letzten Tabellenplatz zurückgefallen. So verbleibt man zwar mit 17 Punkten auf dem vorletzten Platz, hat aber Anschluss an den SV Kottweiler-Schwanden (19) gefunden und zudem noch ein Nachholspiel gegen eben jenen Gegner. Mit nun nur noch fünf respektive sechs Punkten Rückstand sind auch die Mannschaften bis zu Platz elf wieder in Sichtweite für die Dominic-Heidrich-Truppe.
Der Coach selbst stach mit fünf der acht Tore gegen Rodenbach II übrigens besonders heraus. „Tore kann man aber nur schießen, wenn auch die Mannschaft funktioniert“, gab er das Lob hierfür direkt weiter. „Weniger Verletzte und eine ansteigende Form“ sieht er als Grund für den hohen Sieg und als Voraussetzung, in den kommenden, richtungweisenden Wochen erfolgreich zu sein: „Danach wird man sehen, wohin der Weg führt.“
Der „Fokus“ lebt von und mit den Vereinen im Kreis. Woche für Woche. Irgendwo passiert immer etwas Außergewöhnliches. Ein Spieler schießt fünf Tore, der Schiedsrichter hat die Pfeife vergessen, ein Tor ist umgefallen und, und, und... Melden Sie uns diese bis Montagmittag, entweder an die Redaktion (Mail: redkus@rheinpfalz.de) oder den Schreiber dieser Zeilen (rowo-spielleiter@web.de). Danke!