Kreis Kusel FUSSBALL IM FOKUS:

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Unmittelbar nach der 2:5-Niederlage gegen den VfB Reichenbach II am Sonntagnachmittag hat das Trainerduo der SpVgg Glanbrücken/St. Julian, Harry Kihl und Thomas Barz, seinen Rücktritt erklärt. „Diese Entscheidung fiel uns nicht leicht. Sie loderte schon länger in uns drin und kam nicht überstürzt. Aber der Punkt ist gekommen, an dem man sich auch selbst eingestehen muss, dass man die Mannschaft nicht mehr erreicht. Vielleicht gibt es ja auch einen Impuls, dass die sportliche Wende geschafft wird“, erklärte der 44-jährige Kihl auf Nachfrage sichtlich bewegt. Nach sieben Spielen in der noch jungen Saison rangiert die SpVgg mit sechs Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. Kihl war seit Sommer 2012 als Trainer bei den Kombinierten, der langjährige Klassekeeper Barz seit etwas mehr als zwei Jahren sein gleichgestellter Partner. Wer nun die sportliche Leitung der Mannschaft übernimmt, ist noch unklar. Ebenso, wie die fußballerische Zukunft von Harry Kihl. Er würde aber grundsätzlich gerne weiter im Geschäft bleiben. „Wenn irgendwo eine Tür geschlossen wird, öffnet sich woanders möglicherweise wieder eine. Das jüngste Erlebnis ist aber noch zu frisch, als dass ich mir jetzt schon wiederkonkrete Gedanken mache, wie es weitergehen könnte.“ Am Abend vor dem Spiel gegen den SV Hefersweiler hatte Michel Schumacher, Coach der SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg II, nicht daran geglaubt, dass seine Mannschaft aus dem Tabellenkeller der C-Klasse Nord auch nur das Geringste gegen den Mit-Tabellenführer würde ausrichten können. Schumacher schaute sich das Aktuelle Sportstudio an, sah dort ein Interview mit dem Freiburger Trainer Christian Streich, den er selbst in einem Hotel in Bremen mal hatte kennenlernen dürfen. Auch Streich gab an, dass er seinem Team den samstäglichen Sieg – gegen Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach – nicht zugetraut hatte. „Ich hab mir dann gedacht: Du musst dir was einfallen lassen, damit wir das eigentlich Unmögliche möglich machen können. Wir haben dann mit einer eher defensiven Taktik agiert“, erklärt Schumacher. Es habe sich „ein richtig gutes Spiel beider Mannschaften“ entwickelt, das 90 Minuten auf des Messers Schneide gestanden habe. Die Gäste seien zwar immer wieder angerannt, hätten sich aber am einheimischen Abwehrbollwerk die Zähne ausgebissen. „Hefersweiler kann auch 1:0 oder 2:0 führen, dennoch hatten wir die klareren Chancen. Alleine in der zweiten Halbzeit wurden drei, vier Hochkarätige vergeben. Bei dem Wetter war klar: Wer das erste Tor macht, hat gute Chancen zu gewinnen.“ Und so machte sich drei Minuten vor dem regulären Ende Thorsten Merker auf den Weg in den gegnerischen Strafraum, um eine Flanke von Pascal Panz per Kopf zum Tor des Tages in die Maschen zu wuchten. In der Restspielzeit brannte für die SG nichts mehr an. Am Ende konnte daher auch Michael Schumacher jubeln, obwohl sich der Siegtorschütze über seine Anweisung hinweggesetzt hatte: „Thorsten durfte sich eigentlich nicht über die Mittellinie bewegen. Aber nachdem die Jungen vorher die Kiste nicht getroffen hatten, dachte er sich wohl, dass er dann halt das Tor machen muss.“ | AXEL RAUDONAT

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