Kreis Kusel Fussball im Fokus:

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Wenn man der neu gegründeten Spielgemeinschaft Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg vor dem Wochenende ein 3:3-Unentschieden in Ramstein vorgeschlagen hätte, die Wenigsten hätten das wohl abgelehnt. Zu klar schienen die Rollen im Vorfeld verteilt: hier die Gastgeber, in der Woche zuvor verdienter 6:2-Sieger beim hochgehandelten VfB Reichenbach, auf der Gegenseite die punktlos angereisten Gäste. Was aber in der ersten Halbzeit passierte, hatte ganz sicher kaum jemand erwartet. Da flog geradezu ein Sturmtief über Ramstein hinweg. In Person von Tim Fickert und Nico Kiefaber spielte ein Duo die Ramsteiner Hintermannschaft phasenweise schwindelig. Nachdem Fickert bereits zwei Tore vorgelegt hatte, lieferte Kiefaber nach 29 Minuten dann noch Nummer drei hinterher. Der Favorit wankte. Und zwar sowas von gehörig. Ein viertes oder fünftes Tor, es wäre durchaus möglich gewesen für die Truppe des Trainerduos Frank Geib und Jochen Schepanski, die in der Abwehr- und Mittelfeldzentrale mit all ihrer Routine die Fäden zogen und die oft so gefährliche FVO-Offensive nicht zur Entfaltung kommen ließen. Den Gastgebern half dann aber der Zufall beim 1:3, als der Ball nach einem abgeprallten Freistoß einem Olympianer auf den Fuß fiel. Die zweite Halbzeit sah fortan heftig anrennende Platzherren und immer wieder clever konternde Gäste, die jedoch hie und da das vierte Tor und damit die mögliche Entscheidung verpassten. So sorgten schließlich ein verwandelter Strafstoß und ein weiterer Gegentreffer kurz vor dem Abpfiff dafür, dass die SG am Ende mit lediglich einem Punkt die Heimreise antreten musste. Nach einer 3:0-Führung ist das sicherlich auf den ersten Blick ein wenig enttäuschend. Aber die Art und Weise des Auftritts sollte den Fusionierten eine ganze Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der Bezirksliga geben. Ähnlich wie für die SG Jettenbach war auch eine Klasse tiefer die Ausgangslage für die TSG Wolfstein-Roßbach vor deren Auswärtsspiel beim FV Weilerbach. Das Weilerbacher Saisonziel ist mit der Formulierung Aufstieg klar definiert, die TSG kam mit einem Zähler aus drei Partien mehr schlecht als recht in die Saison. Die Favoritenrolle war also auch hier klar verteilt. Aber was seine Jungs dann auf dem holprigen Weilerbacher Rasen boten, davon war Coach Rainer Kautz sehr angetan: „Wir waren von Anfang an gut im Spiel, haben gekämpft bis zum Umfallen und verdient gewonnen.“ Kurios dabei: Nach der Führung durch Christoph Emrich und dem prompten Ausgleich der Weilerbacher traf ein einheimischer Verteidiger binnen acht Minuten doppelt – jedoch beide Male ins eigene Netz! So ging die TSG mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause, konnte diesen im zweiten Durchgang relativ souverän verteidigen. Und sie kam in der Nachspielzeit durch den zweiten Treffer von Emrich gar noch zum vierten Tor, ehe die Gastgeber nochmals ein wenig Ergebniskosmetik betrieben. Mit nur zwei eigenen Treffern 4:2 zu gewinnen, das schafft auch nicht jeder. „Das war wirklich eine super Leistung von allen 14 eingesetzten Spielern“, sagte Kautz, den jedoch besonders freute, dass Rechtsverteidiger Christoph Emrich „zwei blitzsaubere Tore gemacht hat“ und auch Keeper Marcio Oliveira, der das schwere Erbe eines Sven Metzger angetreten hat und der im Umfeld häufig kritisiert worden war, „einige starke Aktionen hatte“.

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