Steinbach RHEINPFALZ Plus Artikel Fußweg zum Kneippbecken soll barrierefrei werden

Künftig sollen auch gehbehinderte Menschen das Kneippbecken mühelos erreichen können.
Künftig sollen auch gehbehinderte Menschen das Kneippbecken mühelos erreichen können.

Das Kneippbecken bei Steinbach gilt als eines der idyllischsten und kältesten im Kreis. Damit es künftig auch von gehbehinderten Menschen mühelos erreicht werden kann, soll der Fußweg ausgebaut werden. Die Gemeinde erhält eine Förderung aus dem Leader-Programm.

Der Ortsgemeinderat Steinbach sprach sich in seiner jüngsten Sitzung für das Projekt aus. Die Idee, den Weg umzugestalten, brachte laut Ortsbürgermeister Jörg Ferentz „im vergangenen Jahr eine Dame ein, die selbst gehbehindert ist“. Sie würde das Kneippbecken gern nutzen, der Fußweg dorthin sei jedoch nicht geeignet für Menschen mit Beeinträchtigung. „Das wollten wir so nicht stehen lassen.“ Die Gemeinde ließ sich beraten. Eine Lösung wurde gefunden.

Nun soll nach Willen des Rates der Fußweg, der zur Anlage führt, auf 1,25 Meter verbreitert werden. Außerdem wird er mit einer wassergebundenen Decke ausgestattet. Auch ein Handlauf wird installiert, sodass sich die Besucher der Kneippanlage festhalten können. Für das Vorhaben sind 31.000 Euro veranschlagt. Nach Rücksprache mit der Tourismus-Beauftragten der Verbandsgemeinde Oberes Glantal sei ein Antrag auf Leader-Förderung eingereicht worden, berichtete Fehrentz. „Und wir waren erfolgreich. Die Gemeinde erhält 24.000 Euro“, betonte er. Die Wegebau- und Schlosserarbeiten könnten nun vergeben werden.

Gemeinde kümmert sich um Pflege

Fehrentz und mit ihm der Gemeinderat hoffen, dass die Arbeiten noch in diesem Sommer fertiggestellt werden. „Es wäre doch schön, wenn bei den hohen Temperaturen alle Leute die Kneippanlage nutzen könnten und in den Genuss des kalten Wassers kämen.“

Die Kneippanlage Steinbach wurde laut Fehrentz in den 1970er-Jahren errichtet. Sie liege sehr schön in einer Schlucht, was „allerdings auch die etwas schwierige Zuwegung erklärt“. Die Gemeinde kümmere sich um die Pflege der Anlage. Aber auch Privatleute oder Nutzer würden helfen, Unrat oder Laub zu entfernen.

Das Tretbad stoße auf große Resonanz, betonte der Ortsbürgermeister. Und das nicht nur bei Steinbachern. Auch viele Bürger der umliegenden Gemeinden sowie Feriengäste besuchten das Becken. Die Kneippanlage Steinbach ist bei den touristischen Attraktionen in der Broschüre der Verbandsgemeinde aufgeführt.

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