Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball im Fokus: Von Herbstmeistern und Achterbahnfahrern

Daniel Koslow (am Ball) kann trotz dreimaliger Führung mit seinem VfB Waldmohr nicht gegen Mackenbach gewinnen.
Daniel Koslow (am Ball) kann trotz dreimaliger Führung mit seinem VfB Waldmohr nicht gegen Mackenbach gewinnen.

Nach einer Halbserie ist noch niemand Meister geworden, dennoch wird alljährlich der inoffizielle Titel „Herbstmeister“ vergeben. Im Kreis Kusel sind die ersten Entscheidungen dahingehend schon gefallen. Der VfB Waldmohr kämpft unterdessen um den Anschluss an den Primus Ramstein.

Zugegeben, man kann sich für die Herbstmeisterschaft nichts kaufen. Und in dieser Saison mit dem speziellen Spielsystem mit Gruppenphase und Auf-/Abstiegsrunden ist das sowieso noch mal was anderes. Dennoch ist es ganz nett, nach der Hälfte einer Serie an der Tabellenspitze zu stehen und mit Blick aufs Wetter ist es ja gerade auch ganz passend. Von wegen Herbst und so ... Der erste Teil der Gruppenphase ist absolviert und es gibt im Kreis so einige, inoffizielle Titelträger. Angefangen mit dem TuS Bedesbach-Patersbach, der in der Bezirksliga Westpfalz Nord auf dem Platz an der Sonne steht. In der A-Klasse Gruppe B findet sich der FV Kusel auf Rang eins im Tableau. Weitere Herbstmeister: SV Brücken (B-Klasse A), SG Haschbach/Schellweiler (C-Klasse A2) sowie die TSG Wolfstein-Roßbach II (C-Klasse B1). Und dann sind da noch, nicht zu vergessen, die Vereine aus dem Kreis, die in anderen Fußballkreisen aktiv sind. Allen voran der ASV Langweiler/Merzweiler in der B-Klasse Birkenfeld 1, der zwar noch ein Spiel aus der Vorrunde zu absolvieren hat, nach sieben Spielen mit der makellosen wie beeindruckenden Bilanz von 21 Punkten und 55:2 Toren vorerst aber nicht mehr zu verdrängen ist. Ebenso blütenweiß ist die Weste des TV Grumbach in der C-Klasse Birkenfeld 4. Die Grumbacher haben bereits ein Rückrundenspiel absolviert und nun nach acht Partien 24 Zähler auf dem Konto (bei 50:8 Toren). Zu guter Letzt ist auch mit Freude zu beobachten, dass bei der SG Odenbach/Ginsweiler/Cronenberg der Erfolg wieder eingekehrt ist. Die SG grüßt nach acht Spieltagen von der Spitze in der C-Klasse Bad Kreuznach 2. Es wird spannend zu beobachten sein, ob die Genannten auch im weiteren Saisonverlauf und den dann folgenden Aufstiegsrunden eine Rolle spielen. Oder gar, ob sich weitere Vereine nach oben arbeiten und ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitsprechen können.

VfB Waldmohr: Auf und Ab

Das Duell Zweiter gegen Vierter, VfB Waldmohr gegen SV Mackenbach, war eine Art „Verfolgerduell“ in der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern Gruppe A. Wobei das Wort „Verfolger“ in diesem Zusammenhang mit Vorsicht zu genießen ist. Fraglich, ob der so souveräne Spitzenreiter aus Ramstein sich seinen Vorsprung noch nehmen lässt. Auch wenn noch so einige Spieltage zu absolvieren sind. Aber die Ramsteiner (sieben Spiele, sieben Siege) straucheln einfach nicht. Und jetzt, nach der Waldmohrer Niederlage vorgestern, ist der VfB als nächster Verfolger mit fünf Punkten Rückstand und zwei mehr absolvierten Spielen fast schon distanziert. So weit aber hätte es gar nicht kommen müssen, führte die Mannschaft von Jens Kirchen doch mit 1:0, 2:1 und 3:2, ehe zwei späte Tore in der 79. und 81. Minute das Spiel zugunsten der Mackenbacher drehten. Heimspiel, drei eigene Tore, da darf man eigentlich nicht als Verlierer vom Platz gehen. Bitter für den VfB Waldmohr, der mit seinen 16 Punkten nach neun Spielen nun auch noch den punktgleichen FV Kindsbach sowie eben den SV Mackenbach mit 14 Zählern im Nacken sitzen hat. Und die zwei haben ihrerseits im Vergleich zum VfB noch ein Spiel in der Hinterhand.

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