Kreis Kusel Frisch, regional und erlebnisreich

Ist in jedem Jahr ein Besuchermagnet: Wenn beim Ramsteiner Bauernmarkt die Früchte der Felder gekauft und genossen werden können
Ist in jedem Jahr ein Besuchermagnet: Wenn beim Ramsteiner Bauernmarkt die Früchte der Felder gekauft und genossen werden können, zieht es Tausende Besucher in die Innenstadt.

Der Herbst ist die Zeit, in der die Gaben der Natur in all ihrer Fülle zu sehen sind. Beim 21. Ramsteiner Bauernmarkt am Erntedanksonntag, 1. Oktober, sind sie die Hauptdarsteller. Über 50 Direktvermarkter und weitere Beschicker stellen sich mit ihren Produkten vor, hinzu kommt ein abwechslungsreiches Begleitprogramm für jedes Alter.

Wenn in Ramstein Bauernmarkt ist, ist die Innenstadt für Autos gesperrt. Stattdessen haben die Aussteller rund um den Marktplatz, auf dem Prometheusplatz, im Haus des Bürgers und den umliegenden Straßen ihre Stände aufgebaut, um ab 10 Uhr zum Schauen und Zugreifen einzuladen. Der offizielle Auftakt beginnt um 10.30 Uhr, wenn Schirmherr Ralf Hechler, der gleichzeitig Stadtchef von Ramstein-Miesenbach ist, im Haus des Bürgers den Markt eröffnet. Direkt daran schließt sich ein ökumenischer Gottesdienst zum Erntedankfest an. An den Ständen präsentieren die Direkterzeuger, was Felder, Äcker, Gärten und Wiesen hervorgebracht haben. Frisch geerntetes Obst und Gemüse, vom Apfel bis zum Kohlkopf, ist darunter, aber auch Mais und Kürbisse. Sie werden in vielfältiger Form angeboten, teils direkt zum Reinbeißen, und begeistern Auge, Nase und Gaumen gleichermaßen. Dazu gesellen sich Kräuter und Gewürzpflanzen, die mit ihren Düften und Aromen locken. Eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Produkten wie Fleisch- und Wurstwaren, unter anderem von Wild, Lamm, Pferd, Geflügel und Strauß, und auch Fischspezialitäten werden feilgeboten. Kartoffeln in diversen Variationen, Honig und Honigprodukte, unterschiedliche Käsesorten, Backwaren oder auch Molkereierzeugnisse. Ebenso fehlen Edelbrände und Liköre nicht. Auch hausgemachte Marmeladen und Gelees können dekorativ abgefüllt eingepackt werden. An den Ständen können Hand- und Näharbeiten, diverse Holzwaren, Haushaltsgegenstände aus Omas Zeiten, Spielsachen und Dekorationen für Heim und Garten begutachtet und bei Gefallen mitgenommen werden. Bei Vorführungen erleben Besucher, wie getöpfert, ein Seil gedreht oder Wolle gesponnen wird. Sie können zuschauen, wie sich das historische Spinnrad dreht oder aus Weidenruten ein Korb geflochten wird. Es gibt allerhand zu sehen, zu erleben und zu lernen. So ist das Forstamt Otterberg mit seiner Erlebnisschule vor Ort. Aus dem Bliesgau ist eine Öl- und Senfmühle zu sehen, eine Straußenfarm aus Hermersberg und eine Kaffeemanufaktur stellen sich vor. Auch Tiere sind in Ramstein mit dabei. Alpakas, Schafe sowie Rassegeflügel und -kaninchen sind zu sehen. Der Streichelzoo aus Kaiserslautern ist angereist, und wer mag, kann auf den Rücken eines Esels steigen. Im Haus des Bürgers zeigt der Kreisverband der Landfrauen Kaiserslautern eine Kreativausstellung. Die Lokale Aktionsgruppe Westrich-Glantal, zu der die Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach gehört, informiert über die Förderung der Europäischen Union. Damit auch die Kleinen ihren Spaß haben, werden Kürbisschnitzen, Kinderschminken und ein Erlebnisparcours mit dem Titel „Wo wohnt die Kuh?“ angeboten. Am Glücksrad mit Preisen, die von den Beschickern gespendet wurden, dürfen auch die Großen drehen. Mit dabei sind außerdem die Ramsteiner Straßenmusikanten, die mit zünftiger Blasmusik über das Marktgelände ziehen. Nachdem sich die rheinland-pfälzische Landwirtschaftskammer als Veranstalter zurückgezogen hat, ist die Stadt Ramstein-Miesenbach nun an ihre Stelle getreten. An dem Konzept des bäuerlich-ländlichen Marktes hat sich nichts geändert. Besucher, die mit dem Pkw anreisen, finden rund um den Stadtkern zahlreiche kostenfreie Parkplätze vor. Info Bauernmarkt in Ramstein am Sonntag, 1. Oktober, von 10 bis 18 Uhr

Farbenfroh: Stillleben am Marktbrunnen.
Farbenfroh: Stillleben am Marktbrunnen.
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