Herschweiler-Pettersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Freiflächen-Photovoltaik: Zwei Firmen wollen Anlage betreiben

Am Ortsausgang Herschweiler-Pettersheims in Richtung Konken könnte eine PV-Freiflächenanlage entstehen.
Am Ortsausgang Herschweiler-Pettersheims in Richtung Konken könnte eine PV-Freiflächenanlage entstehen.

Vielerorts wird derzeit über sogenannte Photovoltaik-Freiflächenanlagen diskutiert. In Herschweiler-Pettersheim könnte ebenfalls eine solche Anlage entstehen – zwei Unternehmen stehen dafür bereits in den Startlöchern.

Zwei Anbieter hatten sich auf den Weg zur Gemeinderatssitzung gemacht, um über ihre Pläne zu informieren, in der Gemarkung Herschweiler-Pettersheims eine Photovoltaik-Freiflächenanlage zu errichten. Ein geeigneter Standort ist bereits gefunden: „Am Kalkofen“, am Ortsausgang (hinter der Kreuzbergstraße) zwischen der L350 und dem Waldstück. Ortsbürgermeisterin Margot Schillo zufolge besitze die Gemeinde für diese Anlage keine Flächen, folglich würde das Projekt – sofern es verwirklicht wird – auf Privatgrundstücken umgesetzt.

Die Anbieter Firma Gaia aus Lambsheim und die Pfalzsolar, eine 100-prozentige Tochter der Pfalzwerke, informierten über Planungskriterien, Zeitpläne, Pachtangebote und Beteiligungsmöglichkeiten. Das vorgesehene Gelände sei sehr gut geeignet. Und auch die Netzverknüpfungspunkte wären schnell mit dem neuen Umspannwerk in Wahnwegen verbunden.

Gaia-Mitarbeiterin Marie-Christin Leonhard berichtete über eine mögliche 20-Megawatt-Anlage, von der auch die Bürger profitieren könnten. Wie die Gaia-Vertreterin ausführte, könnten sich Bürger finanziell mit Investitionen ab 5000 Euro bei einem Zinssatz von 3,5 bis 4,25 Prozent beteiligen. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 800.000 Euro. Und auch die Gemeinde könnte finanziell von einer solchen Anlage profitieren – etwa durch Pachterträge für die Wegenutzung zum Umspannwerk.

Laufzeit zwischen 25 und 35 Jahre

Für Pfalzsolar stellte Johannes Wolffram das Projekt vor, das am gleichen Standort umgesetzt werden soll. Von jedem erzielten Euro blieben 21 Cent in der Region, sagte er. Die Laufzeit der Anlage betrage zwischen 25 und 35 Jahre, ein Ausstieg sei aber immer möglich. Die von ihm genannte nutzbare Fläche liege bei etwa 14 bis 15 Hektar.

Die Pachterlöse für die Eigentümer der Grundstücke seien nach Wolfframs Worten im Kontext nicht so einfach zu vergleichen. Hier seien spezielle Verträge abzuschließen. Wichtig sei, dass die Verbandsgemeinde, die Ortsgemeinde sowie die Eigentümer in das Projekt eingebunden sind. Auch die Pfalzsolar biete als Projektierer und Betreiber verschiedene Beteiligungs- und Wertschöpfungsmöglichkeiten. Konkrete Zahlen nannte Wolffram allerdings nicht.

Nach Schillos Worten war es eine offene transparente Vorstellung beider Anbieter, die eine Inbetriebnahme nach dem Bauantragsverfahren und Genehmigungen von etwa zwei Jahren nannten. Es gelte das Gesamtpaket mit der Wertschöpfung für die Gemeinde und ihren Bürgern zu betrachten, nicht nur die reinen Erlöse der Anlage, sagte Schillo. Der Rat werde sich demnächst mit einem Grundsatzbeschluss befassen, mit dem ein positives Signal in Bezug auf Energiewende und Klimaschutz gesetzt werden solle.

x