Kreis Kusel Forstleute warnen vor Unfällen durch herabbrechende Äste

Die Buche muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden.
Die Buche muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Waldbesucher, die regelmäßig in der Winterhelle bei Kusel unterwegs sind, haben sich vielleicht schon über die wochenlange Sperrung eines Teiles des Platzes am Forstmeister Vay Gedenkstein gewundert.

Grund ist ein starker Totast in der Baumkrone, wie das Forstamt Kusel in einer Mitteilung informiert. „Anfangs dachten wir noch, wir könnten die Gefahr beseitigen, indem nur der Totast entfernt wird. Nach Rücksprache mit einem Baumgutachter erfuhren wir aber, dass die Buche vom Brandkrustenpilz befallen ist“, wird der zuständige Förster Andreas Bonin zitiert. Aus Sicherheitsgründen soll der Baum noch in diesem Monat gefällt werden.

An vielen Wanderwegen besteht nach Angaben des Forstamts Gefahr durch Astbruch an Bäumen mit Dürreschäden, die immer häufiger auftreten. Tote Kronenäste können unvermittelt abbrechen und dadurch sehr gefährlich werden. Im Wald des Forstamtsgebietes sind vor allem alte Buchen betroffen, aber auch Eichen und andere Laubbäume. Die trockenen Sommer setzen den Waldbäumen zu. Gerade die Buche, die häufigste Baumart in Rheinland-Pfalz, ist durch den Klimawandel besonders betroffen, teilt das Forstamt mit.

„Viele Buchen haben in der oberen Krone gar keine Blätter mehr, manche sind schon tot. Das bedeutet: Wer in den Wald geht, muss mit Astbruch-Gefahr rechnen“, wird Forstamtsleiterin Gabi Kleinhempel zitiert. Sie rät, den Wald nach heftigen Regenfällen, bei Wind und Gewittern zu meiden. Denn dann könnten sich am ehesten tote Äste in den Kronen lösen. Ratsam sei, beim Waldbesuch öfter nach oben in die Baumkronen zu schauen, um eigenverantwortlich die Gefahren zu erkennen.

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