Kreis Kusel Flotte Partie trotz Dauerregens

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GLAN-MÜNCHWEILER. Der „Last-Minute-Punkt“ schien plötzlich nicht mehr zu reichen: Mit Verve rannten die Gastgeber während der letzten regulären sowie weiterer fünf Nachspiel-Minuten dem möglichen Dreier hinterher. Es blieb jedoch beim 2:2 (0:1) zwischen dem TuS Glan-Münchweiler und der SG Hüffler-Wahnwegen. Die Begegnung der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern geriet gestern Nachmittag zu einem höchst flotten Spiel – und das trotz widrigster Bedingungen. Bei Dauerregen sahen die Zuschauer eine ganze Reihe dicker Torgelegenheiten.

„Wir hatten die klareren Chancen – meine ich jetzt mal“, sagte Timo Groß, der nach Spielschluss mit dem Punkt nicht so ganz glücklich war. Klar: „Wenn man so kurz vor Schluss führt, will man drei“, sagte der Spielertrainer, der mit seinem Doppelpack das Seine zum Teilerfolg beigetragen hatte. In der Tat hätten die Gäste in Halbzeit eins die Partie schon zu ihren Gunsten gestalten können. Denn die ersten 45 Minuten gehörten – trotz vier guter Gelegenheiten für die Hausherren – klar dem Aufsteiger. Schon nach zwei Minuten verpasste Groß selbst nach einem langen Einwurf knapp vorm Tor. Sechs Minuten später servierte der Spielertrainer – in der ersten Halbzeit ungemein präsent – einen Freistoß genau auf den Kopf von Sascha Morgenstern. Sekundenbruchteile später zitterte die Latte. „Die erste Halbzeit waren wir nicht auf dem Platz. Wir haben all das nicht gemacht, was wir uns vorgenommen hatten“, zeigte sich TuS-Spielertrainer Andre Reidenbach mit der Vorstellung seiner Truppe zumindest vor dem Pausenpfiff enttäuscht. Nicht, dass die Hausherren abgetaucht wären: Emil Fehn – gestern der Beste im roten Dress – machte auf links mächtig Betrieb und versuchte es aus der Distanz. Einmal per Freistoß (9.), einmal nach schöner Kombination über Martin Haber und Jan Dengel drei Minuten später. Der zweite Versuch strich übers Tor, den ersten kratzte SG-Keeper Sven Merkert im Übergreifen über die Latte. Es blieb nicht die einzige Glanztat des von der Statur her kleinen Torhüters, der gestern eine große Leistung bot. Torgelegenheiten gab’s reichlich – langweilig wurde es den Zuschauern nicht, die trotz Regens an der Bande verharrten. Hut ab vor dem, was die Akteure bei tiefem, rutschigen Boden boten. Jener Untergrund machte beispielsweise dem Hünen Marc Knapp öfter zu schaffen. In Minute 28 aber bewies Knapp Standfestigkeit, zog unwiderstehlich über die rechte Seite los, drang nach innen – und lieferte an der Strafraumkante eine mustergültige Vorlage für seinen Trainer. Groß lässt sich solche Chancen nicht entgehen – Führung für die Gäste. Sascha Morgenstern hätte nachlegen müssen, scheiterte jedoch an Daniel Hanß im Kasten des TuS. Auf der anderen Seite fand Stephan Wigand zweimal in Merkert seinen Meister. Nach dem Wechsel brauchten die Glan-Münchweilerer gut zehn Minuten, um richtig in Schwung zu kommen und die Partie nun ganz offen zu gestalten. Nach 64 Minuten durften die Gastgeber jubeln: Martin Haber brachte einen Freistoß knapp in Gegners Hälfte von rechts in die Mitte, im Getümmel gelangte das Leder zu TuS-Spitze Jan Dengel, der seinen Torriecher bewies. Doch nur 110 Sekunden später lagen erneut die Gäste vorn. Eine kleine Sensation: Timo Groß trifft per Kopf – das ist so selten wie Schnee im September. Das Tor gebührt aber mindestens zur Hälfte Sascha Morgenstern. Der hatte klasse von links geflankt. Doch reichen sollte es nicht: Kapitän Dennis Moldenhauer traf zum späten Ausgleich. Den hätte in dieser Szene schon Dengel machen können: Merkert aber wehrte ab, Moldenhauer stand goldrichtig. (cha)

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