Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Fahrsport: Waldmohrerin Astrid von Rauchhaupt wird Pfalzmeisterin – und merkt es erst nicht

Das war das Training für die Meisterschaften: Astrid von Rauchhaupt und Nico Demos beim Turnier in Lauterecken vor zwei Wochen.
Das war das Training für die Meisterschaften: Astrid von Rauchhaupt und Nico Demos beim Turnier in Lauterecken vor zwei Wochen.

Astrid von Rauchhaupt aus Waldmohr ist neue Pfalzmeisterin bei den Pony-Einspännern. Bei den Pferden holte Heiko Aßmann (Veldenz Lauterecken) Platz drei. Die entscheidende Kombination Klasse M wurde am Wochenende in Zweibrücken gefahren.

Seine Chancen auf den Titel hatte Aßmann erst ganz zuletzt vergeben. Nach mäßiger Dressur am Samstag und bärenstarker Geländetour am regnerischen Sonntagmorgen hatte er noch aussichtsreich gelegen – nicht nur in der Verbands-, sondern sogar der Landesmeisterschaft.

Doch am Nachmittag fielen im Hindernisfahren gleich viermal die Bällchen von den Begrenzungspylonen. Aus der Traum für den Hufschmied aus Reipoltskirchen und seinen in Polen gezogenen Rappen Testral: Platz zehn von 13 Startern im Gesamtklassement, der Landesmeistertitel in Mainz, der Pfalzmeistertitel bei Anja Zoske für Kaiserslautern-Land. „Für den ersten Start seit fünf Jahren ging’s“, kommentierte Aßmann dennoch gut gelaunt sein Ergebnis.

Vom Veranstalter zurückgerufen

Astrid von Rauchhaupt und ihrem Haflinger Nico Demos gelang wie schon vor zwei Wochen beim Turnier in Lauterecken mit nur einem Abwurf eine gute Hindernisrunde. „Wir haben uns gut geschlagen“, sagte die „sehr zufriedene“ Tierärztin gestern. „Die Dressur war eine Zwei-Sterne-M und ziemlich schwer.“ Dass das Paar im Gelände entscheidende Punkte liegen ließ, habe nicht am bekannt ausgeglichenen Temperament des Haflingers gelegen. „Er war viel besser als zuletzt in Lauterecken, aber ich hatte leider einen Hänger im Kurs.“

Dass sie Pfalzmeisterin geworden ist, wäre von Rauchhaupt auch beinahe entgangen. Die Verbandsmeisterschaft habe sie nicht auf dem Tapet gehabt, nur die Landesmeisterschaft. In der hatte sie als Vierte knapp einen Podiumsplatz verpasst. „Ich wollte schon fahren, da haben sie mich noch mal zurückgerufen. So geht es halt, wenn man so lange draußen ist.“ Auch von Rauchhaupt ist erst in diesem Jahr nach längerer berufsbedingter Pause in den Fahrsport zurückgekehrt.

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