Konken RHEINPFALZ Plus Artikel Europäischer Bauernmarkt in Konken: Das Großereignis in Bildern

Viel gab’s beim Europäischen Bauernmarkt zu sehen, zu erfahren – und einiges auch zum Mitnehmen. Etwa Töpferkunstwerke.
Viel gab’s beim Europäischen Bauernmarkt zu sehen, zu erfahren – und einiges auch zum Mitnehmen. Etwa Töpferkunstwerke.

Das Wetter hat am Samstag prächtig mitgewirkt: Zahlreiche Besucher haben sich am Wochenende in Konken auf dem Europäischen Bauernmarkt getummelt. Was es zu sehen gab.

Bei der zweiten Auflage des Bauernmarktes zeigt sich Konken erneut von seiner besten Seite. Die Ortsgemeinde mit rund 850 Einwohnern kann auch in diesem Jahr viele Fleißige für das Großereignis gewinnen – allein rund 300 Kuchen werden in den örtlichen Küchen gebacken. Die Konker „Stiwwel“ – so der Uzname der Dorfbevölkerung – sind allgegenwärtig, nicht nur bei Kinderspielen und in Dekorationen.

Am Samstagmittag sind es kleine Völkerwanderungen, die vom Parkplatz zum Bauernmarkt strömen. Dort angekommen, drängen sich die Besucher allerdings nicht zu arg. Sind es weniger oder liegt es an der erweiterten Marktstrecke? Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, Philipp Gruber von der Marktleitung der Kreisverwaltung gibt am Samstag nur eine grobe Schätzung von 20.000 Tagesbesuchern ab.

Zwischen Spinnrad, Schmiede und Obstpresse

Drechseln, Schmieden, Töpfern, Spinnen, Latwerge kochen, Holzverarbeitung, Keltern: An vielen der 130 Stände können Besucher Handwerke und Kreatives entdecken. Alena Letscher und Tochter Nele aus Albessen sind begeistert von den Spinnkünsten von Christa Koch. Die Woll-Freundin aus Wahnwegen fertigt aus handgefärbter Wolle nicht nur Knäuel zum Stricken, sondern webt auch dekorative Schals.

Gewandt am Spinnrad: Christa Koch aus Wahnwegen. Nele (links) und Alina aus Albessen sind von dem alten Handwerk schwer begeiste
Gewandt am Spinnrad: Christa Koch aus Wahnwegen. Nele (links) und Alina aus Albessen sind von dem alten Handwerk schwer begeistert
Farbenfrohe Spinnerei: Das sind Christa Kochs Erzeugnisse. Handgesponnene und auch von Hand gefärbte Wolle sowie gewebte Schals
Farbenfrohe Spinnerei: Das sind Christa Kochs Erzeugnisse. Handgesponnene und auch von Hand gefärbte Wolle sowie gewebte Schals gab’s an ihrem Stand.
In jeder Küche zu gebrauchen: Gewürzmischungen.
In jeder Küche zu gebrauchen: Gewürzmischungen.
Dolle Knolle: Vom Zollstockhof kommen nicht nur Eier sondern auch frische Kartoffeln vom Feld.
Dolle Knolle: Vom Zollstockhof kommen nicht nur Eier sondern auch frische Kartoffeln vom Feld.
Hilft gegen Durst und trägt zur Fitness bei: das »Smoothie-Bike« am Stand des Adipositas-Netzwerks.
Hilft gegen Durst und trägt zur Fitness bei: das „Smoothie-Bike“ am Stand des Adipositas-Netzwerks.
Süßes an der Kuchentheke: im Festzelt half Violetta Gießler mit, auf dem Bike oder beim Spaziergang verbrauchte Kalorien wieder
Süßes an der Kuchentheke: im Festzelt half Violetta Gießler mit, auf dem Bike oder beim Spaziergang verbrauchte Kalorien wieder zu ersetzen.
Feinster Fisch direkt vom Grill: Die Finnen sind mit 200 Kilo Lachs im Gepäck in Konken angereist.
Feinster Fisch direkt vom Grill: Die Finnen sind mit 200 Kilo Lachs im Gepäck in Konken angereist.
Passend dekoriert: Angepackt hat hier der Konker Obst- und Gartenbauverein.
Passend dekoriert: Angepackt hat hier der Konker Obst- und Gartenbauverein.
Selbstverständlich ebenfalls beim Markt vertreten: die Landjugend Konken.
Selbstverständlich ebenfalls beim Markt vertreten: die Landjugend Konken.
Betagte Schnauferl: einige Oldtimer-Traktoren gab es zu bewundern.
Betagte Schnauferl: einige Oldtimer-Traktoren gab es zu bewundern.
Frisch gekeltert: Apfelsaft schenkte der Obst- und Gartenbauverein aus.
Frisch gekeltert: Apfelsaft schenkte der Obst- und Gartenbauverein aus.
Ideen muss man haben: Dieses originelle wie dekorative Ensemble war in einem Privathof zu bewundern.
Ideen muss man haben: Dieses originelle wie dekorative Ensemble war in einem Privathof zu bewundern.
Chillen bei den Kartoffeln: nicht nur die Menschen gönnten sich ab und an ein Päuschen.
Chillen bei den Kartoffeln: nicht nur die Menschen gönnten sich ab und an ein Päuschen.
Keinesfalls von der Stange: Für Babys und Kids gab es Handgestricktes.
Keinesfalls von der Stange: Für Babys und Kids gab es Handgestricktes.
Mit Tradition und Zukunft und vor allem im Einsatz fürs Dorf: Helfer am Getränkestand beim Bauernmarkt in Konken.
Mit Tradition und Zukunft und vor allem im Einsatz fürs Dorf: Helfer am Getränkestand beim Bauernmarkt in Konken.
Reiche Ernte: Kürbis aus Albessen.
Reiche Ernte: Kürbis aus Albessen.
Streichelzoo im »Kinderparadies« des Bauernmarkts. Die Ziegen kamen aus dem Saarland.
Streichelzoo im „Kinderparadies“ des Bauernmarkts. Die Ziegen kamen aus dem Saarland.
Groß die Auswahl an Leckereien. So gab es an einem Händlerstand alles Erdenkliche an Marmeladen.
Groß die Auswahl an Leckereien. So gab es an einem Händlerstand alles Erdenkliche an Marmeladen.
Spielten Ständchen - nicht nur für bare Münze, vielmehr gerne: Hartgeldmusikanten auf dem Bauernmarkt.
Spielten Ständchen - nicht nur für bare Münze, vielmehr gerne: Hartgeldmusikanten auf dem Bauernmarkt.
Schlendern und schauen: Das allein war schon den Besuch wert.
Schlendern und schauen: Das allein war schon den Besuch wert.
Klar aber, dass das allein nicht reicht. Für den Magen gab es Schmackhaftes zur Genüge. Auch Salami.
Klar aber, dass das allein nicht reicht. Für den Magen gab es Schmackhaftes zur Genüge. Auch Salami.
Ebenfalls mit dabei: die Bäckerei Kissel aus Reichenbach-Steegen.
Ebenfalls mit dabei: die Bäckerei Kissel aus Reichenbach-Steegen.
Was kommt aufs Brot? Die Auswahl fällt am Käsestand nicht eben leicht.
Was kommt aufs Brot? Die Auswahl fällt am Käsestand nicht eben leicht.
Durst konnte ein Fremdwort bleiben – dank vieler, vieler Helfer. Am Bierstand hat sich eins der Teams ablichten lassen.
Durst konnte ein Fremdwort bleiben – dank vieler, vieler Helfer. Am Bierstand hat sich eins der Teams ablichten lassen.

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Derweil kocht Karl Klein aus Liebsthal im großen Kupferkessel Latwerge: 100 Kilo Zwetschgen wurden dafür entsteint, berichtet Steffi Körbel. Wann die ersten Gläser abgefüllt werden, ist mittags noch nicht absehbar. „Wir rühren seit 7 Uhr morgens“, erzählt Körbel. Beim Obst- und Gartenbauverein geht es indes schneller: Hier werden am Wochenende rund 500 Kilo Äpfel zu Saft gekeltert und direkt verkauft, wie Vorsitzender Volker Mai verrät. Auf der großen Wiese lässt es sich im Schatten der Bäume gut aushalten.

Am Sonntag darf der Schirm beim Rundgang nicht fehlen. Dennoch sei „für das Wetter viel los“, sagt Gruber, der auch auf trockene Phasen verweist. Wegen der Nässe auf den Äckern habe die Feuerwehr die Parksituation schon morgens optimiert.

Gesunde Ernährung im Mittelpunkt

Die Mehrzahl der Aussteller war bereits im vergangenen Jahr dabei. In diesem Jahr reiste auch wieder eine Delegation aus Frankreich an. Neu ist ein Markt der Möglichkeiten des Adipositasnetzwerks Rheinland-Pfalz. „Wir haben viele Veranstaltungen für Ärzte gemacht, an der Bevölkerung vorbei. Jetzt wollen wir zu den Leuten gehen“, sagt Günther Bergs vom Vorstand. Mit zahlreichen Teilnehmern wirbt das Netzwerk für Bewegung und gesunde Ernährung. Hier kommen unter anderem die Aktionen der Gemeindeschwester Plus mit einem Schwungtuch bestens an. Und auf einem Smoothie-Bike lassen sich locker Kalorien verbrauchen, um anschließend etwas Gesundes zu trinken.

Apropos: Leckerbissen bringen Gäste aus den Partnerregionen mit. Aus Zalaegerszeg kommen die Zuckerbäcker, die den ungarischen Baumkuchen Kürtöskalács am offenen Feuer mit einer Karamellschicht backen. Ähnlich schweißtreibend geht es am Stand der Finnen zu, wo es frischen Lachs gibt. Mit 200 Kilo Fisch sind die Gäste angereist – hungrig muss niemand nach Hause gehen.

Was das Angebot an Essen und Trinken betrifft, zeigen sich Veranstalter und Aussteller am Samstag überwiegend sehr zufrieden. Entspannt gönnt sich Jörg Neukirch, einer der sieben Köpfe im Organisationsteam, einen guten Tropfen. Sein Favorit in diesem Jahr: das Kinderparadies, wo die jungen Besucher des Bauernmarktes an mehreren Aktionen teilnehmen können. Auch der Streichelzoo mit Ziegen wird gerne besucht, ebenso wie das Maislabyrinth.

Ein dritter Bauernmarkt in Konken?

Ob es im nächsten Jahr eine dritte Auflage des Bauernmarktes in Konken gibt? Auf Nachfrage der RHEINPFALZ schließt Ortsbürgermeister Christian Gießler das zwar nicht aus, aber er winkt eher ab. „Das wäre ja so, als ob man jemanden nach einem Marathonlauf noch mal auf die Strecke schickt“, sagt er und lacht.

Auch die Besucher bewegt die Frage, wo der nächste Bauernmarkt stattfindet – mit Spekulationen, dass der Bauernmarkt in Konken der letzte gewesen sein könnte. „Hoffentlich nicht“, kommentiert eine Frau die Gerüchte. Noch stehe zwar kein Ausrichter fest, doch gebe es bereits zwei Interessenten, berichtet Philipp Gruber auf Nachfrage. Gespräche dazu stünden allerdings noch aus.

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