Kappeln Erneuter Anlauf in Sachen Windkraft
Die Firma BayWa aus München sei derzeit in der Umgebung aktiv und könnte das Projekt der Stadtwerke Bad Vilbel übernehmen, sagt Ortsbürgermeister Otfried Buß. In ersten Gesprächen habe man Möglichkeiten ausgelotet, es seien aber noch einige Fragen offen. Zudem müsse man auch warten, wie die Stadtwerke Bad Vilbel zu einem möglichen BayWa-Engagement stehen. Maximal könnten zwei Windräder entstehen, sagt Buß.
Sollten die Anlagen auf gemeindeeigenen Flächen errichtet werden, wäre die Gemeinde darum bemüht, dass davon auch jeder profitiert, betont der Ortsbürgermeister. Auch im zweiten Anlauf ist es Buß wichtig, die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. So sei es auch zuvor schon gewesen, als zwei Bürgerversammlungen zum Thema stattgefunden hatten. Dass es auch Skeptiker gebe, sei normal. Wichtig sei es aber, sachlich zu argumentieren. Buß hält Windkraft für sinnvoller als eine Photovoltaik-Freiflächenanlagen, die mehr Fläche in Anspruch nehme und deshalb größere Auswirkungen auf die Landwirtschaft habe.
Buß: Einnahmen würden helfen
„Der Rat hat keine Euro-Zeichen in den Augen“, hält er fest. Dennoch sei das Stichwort Finanzen von großer Bedeutung. Einnahmen aus der Windkraft könnten bei dem aktuell defizitären Haushalt helfen, Pflichtaufgaben zu erfüllen. So müsse aktuell kein Einwohner Gebühren für Oberflächenwasser zahlen, da die Gemeinde einen eigenen Oberflächenkanal hat. Sollte dieser beschädigt werden, müsse die Gemeinde dafür aufkommen. Bis Ende 2023 solle auch die Glasfaser-Erschließung abgeschlossen sein – um diese Kosten zu stemmen, seien Einnahmen aus erneuerbaren Energien wichtig, betont Buß.