Kreis Kusel Eng ist es vor allem im Tabellenkeller

Markus Heil, Kapitän des SV Lauterecken (vorn), und TuS Schönenbergs Kevin Körbel zeigen in der Szene vollen Einsatz: Nord- wie
Markus Heil, Kapitän des SV Lauterecken (vorn), und TuS Schönenbergs Kevin Körbel zeigen in der Szene vollen Einsatz: Nord- wie Südkreisteam stemmen sich gegen den Abstieg aus der A-Klasse.

«KUSEL.» Zweierrennen an der Spitze – Mehrkampf im Keller: In der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern ist vorm Auftakt zur Restsaison für Spannung gesorgt. Da ist einiges im Fluss, zumal es eine Unwägbarkeit gibt: Zieht sich Neuling SV Lauterecken tatsächlich in eine SG mit dem SV Medard zurück, müsste ein Team weniger ins Gras beißen. Was den Aufstieg betrifft, so deutet vieles auf ein Gerangel zwischen dem FV Kusel und dem FC Queidersbach hin. Gut möglich, dass die beiden Direktaufstieg und Relegationsteilnahme unter sich ausmachen.

35 Punkte hat der FV Kusel aus bislang 16 Begegnungen geholt. Zudem haben die Kreisstädter noch ein heißes Eisen im Feuer: Der Cup-Titelverteidiger steht im Halbfinale des Kreispokals. Nicht ausgeschlossen also, dass die Kuseler ein Jahr vor ihrem 100. Geburtstag das Double feiern und im Jubiläumsjahr in der Bezirksliga zurück sind. Dort hin will aber auch der FC Queidersbach. Die Elf von der Sickingerhöhe ist mehr als ein Verfolger: Zwar hat das Team einen Zähler weniger, dafür aber auch zwei Partien weniger absolviert. Vorteil Queidersbach also, wobei dem direkten Duell, das kurz vor der Winterpause dem schlechten Wetter zum Opfer fiel, womöglich entscheidende Bedeutung zukommt. Umso mehr, als die Partie, die zum Jahresende die Fronten bereits hätte klären können, erst in der heißen Phase der Saison ausgetragen wird: Das Spiel ist für den 1. Mai anberaumt – vorm viertletzten Spieltag der Runde. Fraglich in der Tat, ob die hinterm Führungsduo lauernde Armada noch mal Anschluss an die Spitze kriegt. Die drittplatzierte TSG Burglichtenberg – weiterhin die positive Überraschung der Saison – hat bereits sieben Zähler Rückstand auf Queidersbach und bildet damit den Kopf eines breiten Tabellenmittelfelds, zu dem auch die SG Hüffler/Wahnwegen, die TSG Wolfstein-Roßbach und der TuS Glan-Münchweiler zählen. Wer auch immer noch nach vorn stoßen möchte, braucht eine gehörige Portion Konstanz – also genau das, woran es die Verfolger bislang ein bisschen haben mangeln lassen. Wie sonst hätte das Führungsduo so enteilen können? Burglichtenberg und die SG Bruchmühlbach/Miesau haben je 27 Punkte, die „Rowos“, „Huewa“ und Glan-Münchweiler 26. Die beiden letzteren haben noch eine Partie in der Hinterhand, wären bei einem Sieg Verfolger Nummer eins. Wie ausgeglichen sich die Liga diesmal präsentiert, zeigt die Tatsache, dass die „Däler“ auf Rang drei vom Zehntplatzierten, Neuling FV Kindsbach, gerade mal fünf Pünktchen trennen. Dann klafft eine Lücke zum Keller. In selbigem noch überm Strich stehen der verletzungsbedingt schwer gebeutelte Vorjahres-Vize TuS Schönenberg sowie Bezirksliga-Absteiger SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg. Auf Abstiegsplätzen überwintern mussten Neuling SV Lauterecken und der SV Kohlbachtal. Im SSC Landstuhl steht ein Absteiger so gut wie fest, da hilft nurmehr ein Wunder. Steinwenden II als Vorletzter müsste, so sich das Team nicht erneut mit Hilfe aus dem Landesligakader rettet, in die Südstaffel abrücken. Zieht sich Lauterecken freiwillig zurück und steigt mit dem SV Medard ins Boot, könnte dies den Schönenbergern und Jettenbachern oder den Kohlbachtalern nützen. Denn weil die neue Glan-Lauter-SG wohl in Richtung Nahe abwandert (wir berichteten), gäbe es einen Absteiger weniger. TABELLE 1. FV Kusel 16 Spiele/35 Punkte 2. FC Queidersbach 14/34 3. TSG Burglichtenberg 16/27 4. SG Bruchmühlbach/Miesau 16/27 5. SG Hüffler/Wahnwegen 15/26 6. TSG Wolfstein-Roßbach 16/26 7. TuS Glan-Münchweiler 15/26 8. FV Olympia Ramstein 15/25 9. SV Spesbach 14/23 10. FV Kindsbach 15/22 11. TuS Schönenberg 14/18 12. SG Jettenbach-Eßw.-Roths. 16/17 13. SV Lauterecken 14/15 14. SV Kohlbachtal 16/14 15. SV Steinwenden II 16/12 16. SSC Landstuhl 16/0

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