Kreis Kusel Energiegeladen, aber auch zerbrechlich

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Er war im Jahr 2011 schon einmal hier. Nun kommt er wieder: Joseph Parsons. Dem Kulturverein Anderswelt ist es wieder gelungen, den Singer-Songwriter aus den Vereinigten Staaten nach Kübelberg in Schleppis Saalong zu locken. Am Samstag, 7. Juni, gastiert Parsons dort mit seinem Bassisten Freddi Lubitz um 20.30 Uhr.

Energetisch-wütend und zerbrechlich-ruhig: Joseph Parsons kann beides. Zwischen Folk und Rock bewegt sich der Singer-Songwriter aus Philadelphia. Mit lauten wie leisen Klängen, sphärischen Teilen und rockigen Songs und einer unvergleichlichen Stimme unterhält er sein Publikum. Joseph Parsons, Jahrgang 1964, wuchs in Pennsylvania auf, zog später nach Los Angeles, Boston, New York und Louisiana, machte Musik in Barcelona und anderen europäischen Metropolen, arbeitete 1991 im Rahmen des Anti-Gulf-War-Peace-Teams in Kinderheimen in Bagdad. In den frühen 90ern wurde Parsons in Philadelphia sesshaft. Nach einigen frühen Privatplatten veröffentlichte er 1998 bei Blue Rose Records sein von der Kritik begeistert aufgenommenes Album „5am“. Seitdem veröffentlicht er regelmäßig großartige Studio- und Live-Alben – unter seinem Namen oder im Duo mit Todd Thibaud als Parsons-Thibaud sowie als Teil der US Rails. Lange Zeit Fan mehrdimensionalen Aufnahme-Prozederes, schreibt Parsons unverwechselbare Songs, die oft Schubladen-Kategorien trotzen. Er bewegt sich durch verschiedene Genres und lässt Spuren von Emo Rock, Soul & Folk verschmelzen, um seinen eigenen und einzigartigen Stil von Rock & Roll zu kreieren. Während seine Alben immer emotional und energiegeladen sind, sind seine Konzerte dynamische, temperamentvolle und sehr persönliche Erfahrungen. „Empire Bridges“, das neue elf Titel starke Album von Joseph Parsons, erschien am 31. Januar 2014. Dem Album-Release folgte eine ausgedehnte Europa Tournee im Februar und März mit Band. Ein Teil der Songs beleuchtet eine Welt, die zunehmend von Imperien definiert wird, sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene. Der Einzelne fühlt sich abgewertet und machtlos in der Gestaltung seines Lebens und der Gesellschaft, in der er leben will. Es ist schwieriger geworden, Führungskräfte zu finden, die nicht nur die Wahrheit sagen, sondern sich auch bemühen, sie zu finden. (red)

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