Kreis Kusel Eine tolle Projektidee

Zu einer Schlacht mit Worten kommt es im Kuseler Haus der Jugend am Freitag, 19. Juni. Veronika Simon und Farida Mohamed veranstalten dort als Projektarbeit der Berufsbildenden Schule (BBS) einen Poetry Slam. Sechs professionelle „Slamer“ haben bereits zugesagt, nur einige Sponsoren sucht das Schülerduo noch.
Die Idee zu diesem Abschlussprojekt hatte Veronika Simon im vergangenen Jahr. Die 27-Jährige besuchte in Bad Neustadt einen Poetry Slam. „Ich dachte, das wäre eine tolle Projektidee“, erläutert die aus Wiesweiler stammende Simon. In Farida Mohamed (17), die gemeinsam mit ihr die BBS in Kusel besucht, fand sie eine Mitstreiterin für dieses Projekt, das beide auch der Initiative „Du bist Kusel“ vorgestellt hatten. „Wir dachten anfangs, dass wir einen Veranstalter brauchen, der auch für finanzielle Sicherheit sorgt“, sagt Simon. Mittlerweile ist das alte Konzept über den Haufen geworfen worden und die beiden Frauen sind Veranstalter. Und bis auf Kleinigkeiten steht die Veranstaltung. Am Freitag, 19. Juni, ab 20 Uhr wird in Kusel ein Poetry Slam mit acht Künstlern aus ganz Deutschland stattfinden. „Wir haben bereits sechs Zusagen. Es wird ein bunt gemischtes Programm werden“, verspricht Simon. Mit der Auswahl und bei der Kontaktaufnahme hatten Simon und Mohamed etwas Hilfe. „Das war nicht leicht, aber ,Schunke der dritte’ kennt die Szene und die Leute“, sagt Simon. Zur Erklärung: Hinter „Schunke der dritte“ verbirgt sich Felix Steinmüller aus Hochheim am Main, ein Veteran des Poetry Slams, der aus Herschweiler-Pettersheim stammt. Steinmüller wird beim Poetry Slam im Haus der Jugend auch durch das Programm führen. 5,50 Euro kosten die Karten, fünf Euro im Vorverkauf, der am 4. Mai anlaufen wird (Vorverkaufsstelle: Buchhandlung Wolf in Kusel). Das Haus der Jugend ist laut Simon eine wichtige Säule des Poetry Slams im Juni. „Sie stellen das Gebäude und regeln die Getränkeversorgung, Versicherung und Gema“, sagt sie dankbar. Auch die Interessengemeinschaft Kusel habe finanzielle Unterstützung zugesagt, die Initiative „Du bist Kusel“ hat beim jüngsten Treffen ebenfalls eine Finanzspritze von 100 Euro bewilligt. Dennoch ist das Duo noch auf der Suche nach Sponsoren. „Wir haben uns ein Budget von 1000 Euro als Grenze gesetzt“, sagt die 17-jährige Farida Mohamed und ergänzt: „Das soll keine Profitveranstaltung werden.“ Die Künstler treten ohne Gage auf, erhalten lediglich freien Verzehr, eine Fahrtkostenpauschale und freie Logis. „Wir wollen zeigen, dass die Dichterwettstreite eine tolle Sache sind. Denn: Wie viele Jugendliche beschäftigen sich heute noch freiwillig mit Gedichten?“, fragt Simon. Durch die verschiedenen Stilrichtungen der Künstler erhalte man zudem unterschiedliche Blickwinkel auf aktuelle Ereignisse in der Welt (hlr)