Fußball
Eine „tolle Momentaufnahme“ für die „Rowos“
Es läuft bei der TSG Wolfstein-Roßbach. Anders kann man es ja auch fast nicht sagen. Am vergangenen Sonntag gab es einen 4:1-Erfolg im Bezirksliga-Spitzenspiel beim SV Kirchheimbolanden, zwei Tage später trudelte die 2:0-Wertung aus dem vom FC Fehrbach vor gut zwei Wochen abgesagten Spiel ein. Und am Mittwoch kamen mit dem VfB Reichenbach und dem SV Alsenborn zwei Verfolger der TSG in ihren Begegnungen nicht über ein Remis hinaus. Und so thronen die „Rowos“ nun, nach 14 absolvierten Spielen, an der Spitze des Tableaus, vier Zähler vor den nächsten Teams.
„Wir freuen uns natürlich auch über das Tabellenbild, eine tolle Momentaufnahme und die Belohnung für unsere bisher gezeigten Leistungen“, stellt Spielertrainer Johannes Schell zufrieden fest, hebt aber im folgenden Atemzug direkt den Zeigefinger: „Wir sind Aufsteiger, wissen, wo wir herkommen. Insofern sollten wir auch demütig bleiben. Ich hoffe es zwar nicht, aber es werden auch wieder Phasen kommen, in denen wir nicht so gut punkten.“
Mit Blick auf den vergangenen Sonntag und die Begegnung in Kirchheimbolanden resümiert Schell, „dass wir da vielleicht nicht unser bestes Spiel gemacht haben, aber in den entscheidenden Momenten da waren und auch die Fehler des Gegners ausgenutzt haben.“ Insofern sei es dann auch ein verdienter Erfolg gewesen.
Nach diesem Kracherspiel wartet am Sonntag (15 Uhr) bereits die nächste, hohe Auswärtshürde auch die Schell-Truppe, wenn es zum Mitaufsteiger, den FCK Portugiesen, geht. Die liegen im Moment, mit elf Punkten Rückstand auf die TSG bei einem weniger absolvierten Spiel auf Tabellenplatz sieben. „Das ist eine Mannschaft mit hoher individueller Klasse, die es jedem Gegner schwer machen kann. Unterschätzen werden wir sie sicherlich nicht. Um dort was zu holen, müssen wir wieder an unsere Leistungsgrenze gehen“, sagt Schell der personell voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen kann.
Chance zum Umbruch
Dieses Mal samstags: Sowohl für den TuS Bedesbach-Patersbach, als auch für den TuS Schönenberg steht am Samstag ein wichtiges Spiel an. Auf Letzteren wartet ein Duell zweier Tabellennachbarn in der Abstiegszone der Bezirksliga. Und die „Bepas“ müssen gegen Reichenbach gewinnen, um den Anschluss zur Spitze zu halten.
Den Unwettern geschuldet, fand die letzte Partie des TuS Bedesbach-Patersbach nicht statt. Dafür darf der TuS am Samstag gegen Reichenbach antreten. Trainer Thomas Löber freut sich aufgrund spezieller Umstände besonders auf diese Partie.
Letzte Woche machte der Platz nicht mit. Deshalb wurde die Partie gegen die SG Mannweiler/Stahlberg/Dielkirchen abgesagt. Ein Nachholtermin steht aber bereits fest. Sollte das Wetter dem keinen Strich durch die Rechnung machen, soll das Spiel in der ersten Woche der Winterpause, am 10. Dezember, nachgeholt werden. Das Unwetter am Wochenende hatte aber auch noch in den folgenden Tagen negative Auswirkungen auf den Platz, welcher für die Trainingswoche aber wieder zur Verfügung stehen sollte. Beim Montagstraining konnten die „Bepas“ aber auf den Kunstrasenplatz auf dem Kuseler Roßberg ausweichen und sich gemeinsam auf die nächste Aufgabe vorbereiten.
Für die Partie gegen Finkenbach fällt Felix Becker weiterhin aus. Zudem wird Pascal Rech, der sich gegen Oberarnbach eine Zerrung zugezogen hat, höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht auflaufen können. Und Jan Horbach wird urlaubsbedingt fehlen. Dafür kehren Tobias Daniel, Kevin Hebel und Abdul Antar zurück.
Thomas Löber kennt den Gegner wie kein Zweiter. Der in Reichenbach wohnende Trainer war dort jahrelang als Trainer und Spieler aktiv und wirkt heute noch im Vorstand mit. „Die Jungs kenne ich natürlich alle“, erklärt Löber. Aber beim laut Löber kommenden „halben Spitzenspiel“ muss die Freundschaft der sportlichen Rivalität weichen. „Das Spiel ist ganz wichtig, um die Weichen für den weiteren Verlauf der Runde zu stellen“, betont der Trainer.
Schwieriger Start
Für die Schönenberger begann gerade ein neuer Abschnitt. Aber der erstmals am Spielfeldrand dirigierende Konni Weis sah vor allem in Halbzeit eins gegen die starken Nanzdietschweilerer kein Land. Seine zweite Hand Daniel Rensch zieht dennoch Positives aus der Partie.
„Es war der zu erwartend schwere Gegner“, blickt Rensch auf das Kuseler Derbyspiel zurück. Der SV Nanz-Dietschweiler dominierte die Partie und stellte vor dem Pausenpfiff bereits deutlich auf 4:0. Zu allem Unglück war für Marvin Körbel bereits nach 32 Minuten Schluss. Seine Rote Karte bedeutet aber auch, dass er gegen den SV Battweiler nicht auflaufen darf.
Nach dem Seitenwechsel kam dann der nächste Schock: Schönenbergs Torwart Maurice Geimer sprang bei einem Schuss von Yannick Mahl unter dem Spielgerät vorbei, ehe er zum 0:5 hinter sich greifen musste. Aber der TuS bewies Moral und gab sich nicht geschlagen. „Man hat gemerkt, dass wieder richtig Leben in der Mannschaft ist“, lobt Rensch. Von da an sahen die Zuschauer eine Schönenberger Elf, welche alles daransetzte, noch etwas Zählbares auf den Platz zu bringen. Und Mitte der zweiten Halbzeit netzte Nils Eckfelder noch zum 1:5 ein.
Am Samstag muss im Duell des 15. gegen den 16. abgeliefert werden. „Wir wollen jetzt endlich den Bock umstoßen und am besten einen Dreier holen“, erklärt der Co-Trainer. Bis auf den rot gesperrten Körbel sind aber alle soweit fit und stehen dem neuen Trainer zur Verfügung.
Die Motivation im Training ist hoch. Der Aufsteiger will wie beim Saisonstart wieder beweisen, was in ihm steckt.