Kreis Kusel Eine musikalisch runde Sache

Es war bereits der sechste Bläsertreff, zu dem das Gymnasium Kusel eingeladen hatte. Am Sonntagabend beeindruckten die Schüler von der fünften Klasse bis zur Oberstufe mit ihren Vorträgen in der Kuseler Fritz-Wunderlich-Halle die gesamte Zuhörerschaft.
Vor der Fritz-Wunderlich-Halle stehen Laura Zimmer, Joana Hilger und Anna-Lena Theiß und warten auf ihren Auftritt. Zimmer und Hilgert spielen Querflöte im Ensemble „Quer/Strich“, Theiß spielt im Jugend-Bläser-Chor Altsaxophon. Es sei vor allem der Baby-Elephant-Walk, der ihr an diesem Abend Spaß machen werde, sagt die Saxophonistin lächelnd in Erwartung ihres Auftritts. Aus dem Repertoire von etwa 100 Werken hat sie aber noch weitere Favoriten. Mit Blick auf den Abend freuen sich die jungen Frauen mit den Querflöten unter anderem auf die Beiträge des Unterstufenchors. Bereits beim Schulkonzert habe dieser mit dem „Schnakenrock“ das Publikum begeistert – der aufgeführte Tanz sei seitdem auch auf dem Schulhof immer mal wieder zu sehen gewesen, erklären die beiden. Eine halbe Stunde vor Beginn des Konzerts sind die Plätze in der Halle schon fast alle belegt. Oben auf der Bühne funkelt das polierte Blech der Big Band und der Big Band ZWO. Vor der Bühne haben sich die Nachwuchsbläser der fünften und sechsten Klassen und des Jugend-Bläser-Chors eingerichtet. Das Trompetenensemble der Musikschule Kuseler Musikantenland ist auch schon bereit. Der Mann, bei dem alle musikalischen Fäden zusammenlaufen, ist Hendrik Gesner. Der Musiklehrer des Gymnasiums muss überall sein: vor, auf und hinter der Bühne. Den ganzen Abend wird Gesner nicht nur mit dem Dirigentenstab, sondern auch an Klavier, Kontrabass und E-Bass fast permanent auf der Bühne zu sehen sein. 230 junge Menschen, die an diesem Abend ein gemeinsames, musikalisches Erlebnis hätten, dieser Gedanke bereite ihm eine Gänsehaut, schwärmt Gesner schon vor dem Auftritt. Direktorin Angelika Gröneveld-Olthoff erlebt den Bläser-Treff zum ersten Mal. Vom Schulkonzert noch beeindruckt, freue sie sich auf einen entspannenden Abend fern vom Schreibtisch, wie sie sagt. Tadellos spielen die jungen Musiker an diesem Abend auf. Den Anfang macht die Big Band mit „Big noise from Kusel“. Die Bläserklasse sechs bietet bei ihren Auftritten Stücke von „Latin fire“ bis zur Filmmusik „Fluch der Karibik“. Vor etwas mehr als einem halben Jahr bekamen die Schüler der fünften Klasse ihr Instrument. Am Sonntagabend beeindruckten sie schon ihre Eltern mit der Filmmusik aus StarWars und einer tollen Einlage „Let′s rock, power rock“ – die Instrumente halten die Schüler für dieses Stück in die Höhe und klatschen, die Zuhörer machen mit und applaudieren am Ende heftig. Wie die Schüler von der ersten Klasse am Gymnasium bis zum Abitur musikalisch aktiv sein können, davon schwärmen Angelika und Michael Ramisch in der Spielpause. Sohn Moritz hat mit dem Jugend-Bläser-Chor seinen Auftritt. Dass die jungen Musiker an diesem Abend für ihre Mühe belohnt würden, die Jüngsten den fortgeschrittenen Schülern und Solisten zuhören könnten, sei einfach schön, erklären sie weiter. Der Unterstufenchor zeigt nach der Pause gemeinsam mit dem „Quer/Strich“-Ensemble in „Adiemus“, wie sich eine erfundene Sprache anhören kann. Mit vorwiegend modernen Werken demonstrieren die Schüler ihr musikalisches Können. Exzellente Stimmen und beeindruckende Soli der jungen Nachwuchsbläser runden den musikalischen Abend ab.