Reichweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Saal voll Frauenpower: Frauenfrühstück zum Internationalen Frauentag

Der Verein Dorfgemeinschaft Reichweiler hat das Frühstück am Weltfrauentag organisiert. Susanne Becker feilt noch kurz am Buffet
Der Verein Dorfgemeinschaft Reichweiler hat das Frühstück am Weltfrauentag organisiert. Susanne Becker feilt noch kurz am Buffet.

Am Sonntag, 8. März, fand das zweite Frauenfrühstück in Reichweiler statt – passend zum internationalen Frauentag. Von Begegnungen zwischen Kaffee und Croissants.

Im Dorfgemeinschaftshaus in Reichweiler liegt der Duft von frischem Kaffee in der Luft. „Schön, dass du da bist“, steht auf dem Schild im Eingangsbereich. Und auch auf jedem Platz findet sich diese Botschaft auf einem kleinen Umschlag wieder. Darin verpackt: Blumen für jede Anwesende – in Form von kleinen Samenbeuteln. Außerdem befinden sich kleine Mülleimer, Zucker, Milch und Salz auf dem Tisch, die beim letzten Frühstück noch nicht überall griffbereit standen. Eine weitere Neuerung sind kleine Waffelschalen für die Marmelade – praktisch und nachhaltig. Der Verein Dorfgemeinschaft Reichweiler, Organisator des Frühstücks, ist hier auf die Rückmeldungen der Gäste eingegangen.

Mit gut 70 Personen rechnen die Helfer an diesem Vormittag. „Es sind ein paar mehr als beim letzten Mal“, erklärt die Vorsitzende Susanne Becker. Als bereits vor dem offiziellen Startschuss um 10 Uhr die ersten Gäste eintrudeln, muss es schnell gehen. Die letzten Platten mit Käse, Wurst und Rohkost werden auf der langen Tafel zwischen Obstsalat und Brot platziert. Die angemeldeten Frauen werden von elf Vereinsmitgliedern und Helfern bewirtet. Zwischen all der Frauenpower finden sich auch drei Männer – allerdings nur zum „Arbeiten“. Sie kontrollieren den Einlass, braten die Eier und sorgen dafür, dass genügend Nachschub vorhanden ist.

Altersspanne reicht von 21 bis 89 Jahre

Als schließlich fast alle Plätze besetzt sind, werden die Gäste offiziell vom Verein begrüßt, ehe es heißt: Ran an den Speck. „Hier herrscht schon ein hoher Geräuschpegel“, findet eine der anwesenden Frauen. „Warte ab, bis alle einen Teller haben, dann wird’s ruhiger“, entgegnet eine andere und erntet dafür Lacher aus der Runde. Svenja Heß war bereits beim Debüt der Veranstaltung vor Ort und hat mit ihren Erzählungen ihre Mutter für das Frühstück begeistern können.

Dass an diesem Tag der Internationale Frauentag gefeiert wird, war bei der Planung des Frauenfrühstücks eher ein Hintergedanke. Umso passender also, dass das Frühstück genau auf diesen Tag fiel. Viele der Anwesenden berichten, den Tag ohnehin nicht besonders zu feiern. „Muttertag ist für mich eher so ein Tag, an dem man Frauen beziehungsweise Mütter feiert. Ich weiß aber, dass der Tag in anderen Kulturen und Regionen sehr, sehr wichtig ist. Hier ist er eher weniger präsent“, erzählt Svenja Heß. „Aber es passt ja trotzdem gut heute. Man spricht hier auch mal mit Frauen, mit denen man sonst nicht so viel Kontakt hat, und trifft Frauen aller Generationen“, ergänzt sie. Und damit hat sie recht. Die Altersspanne der Anwesenden reicht von 21 bis 89 Jahre und trotzdem finden alle Gemeinsamkeiten. Von Gesprächen über die Renovierung des Eigenheims bis – passend zum Weltfrauentag – über Männer in klassischen „Frauenberufen“: Still wird es an den Tischen nicht.

„Unser Ziel war, dass die Leute zusammenkommen“

Esther Wozniak hat zuvor noch nicht am Frauenfrühstück teilgenommen und ist begeistert. „Ich bin das erste Mal da. Preis-Leistung stimmt auch. Richtig toll. Ich komme beim nächsten Mal wieder. Nur die Teller könnten bei dem guten Essen größer sein“, scherzt sie lachend. Komplimente für die tolle Auswahl und die gute Organisation hört das Team um Susanne Becker an diesem Vormittag noch öfter. Einige Gäste strecken extra kurz den Kopf durch die Küchentür, um sich zu bedanken und ein Lob auszusprechen.

„Wir sind total überwältigt“, berichtet Becker. Schon am Tag zuvor habe das Team einiges vorbereitet. Es mussten Gemüse und Obst gewaschen, Platten mit Folie eingewickelt und Lebensmittel in Schüsseln umgefüllt werden. Außerdem galt es, die Tische zu stellen und zu dekorieren. Hier habe die Erfahrung aus dem Vorjahr eine wichtige Rolle gespielt und den Prozess erleichtert, erklärt Vereinsmitglied Sandra Schmitt. Schon um 7 Uhr waren alle Helfer vor Ort, damit alles glatt läuft. Die ganze Arbeit hat sich am Ende gelohnt, wie die zufriedenen Gäste bestätigen. Die Freude über die Veranstaltung hat sich sogar so weit herumgesprochen, dass vereinzelt aus den Nachbarorten Frauen erschienen sind. „Unser Ziel war, dass die Leute zusammenkommen“, sagt Schmitt. Das hat der Verein Dorfgemeinschaft Reichweiler damit sicherlich erreicht.

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