Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Bilderschatz: Ausstellung zur Geschichte der US-Amerikaner in Rheinland-Pfalz in Ramstein

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Das Ramsteiner Dokumentations- und Ausstellungszentrum zur Geschichte der US-Amerikaner in Rheinland-Pfalz widmet dem verstorbenen Fotografen Hans Paqué die Einzelausstellung „Ein Dorffotograf sieht die Amerikaner“. Als Pressefotograf fiel am Ort eines Termins das fast stoische Warten und versunkene Beobachten auf. Am Ende erzählten meist seine Fotos mit dem unvergesslich anderen Blick berührende Details.

Nicht nur, dass Hans Paqué seine Stadt und das Umfeld fast 70 Jahre lückenlos dokumentierte, jener Bruchteil einer Sekunde, die der Kameraverschluss braucht, um das Filmmaterial lang genug zu belichten, er hielt Geschichten und Berichte fest, die er Tausenden Lesern mit seinen Augen nahebrachte.

Prominente nie als Sensation

Hinzu kam, dass nie nur Namen seine Prioritäten bestimmten. Natürlich merkt jeder auf, wenn Prominenz jeglicher Couleur ein Ereignis dominiert. Auch Fotograf Paqué. Doch er betonte sie nie als Sensation gegenüber den Facetten des Alltags. Paqué zählte schnell zu jener Minderheit im Zeitungswesen, die über das rein Handwerkliche und über die Routine des Berufes hinaus als ebenso unbestechliche wie emotional prosaische Chronisten den Menschen vom Wesen einer Sache erzählten. Lebenslang bleibt er jener erwähnte Beobachter, der seine Bilder spontan im entscheidenden Moment mit Mimik, Gestik oder Dramatik in der Lesart bildkompositorischer Perfektion „schießt“.

In der Ausstellung werden 60 Bilder von ausschließlich amerikanischen Ereignissen (überwiegend auf Flugtagen der Air Base) oder prominente Besucherporträts gezeigt. Ein Paradebeispiel erzählender Bilder ist dem Fotografen Paqué 1972 beim Besuch des Kanzlers Willy Brandt gelungen. Dessen Armgeste scheint den überdimensionalen Blumenstrauß umarmen und die Freude darüber ins All frohlocken zu wollen, der seltene Moment eines eher selten emotional gestikulierenden Politikers.

Info

Die Fotoausstellung ist noch bis 24. November dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr im Dokucenter in der Schernauer Straße 46 zu besichtigen.

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